Traumpartner im Netz finden

Wo habt ihr euch kennengelernt? Im Internet! Was vor ein paar Jahren noch ein wenig exotisch klang, ist heute so normal wie das Kennenlernen am Arbeitsplatz, auf einer Party oder im Sportverein. Doch bei der Partnersuche im Netz lauern auch Fallen.

Tipp 1: Was will ich eigentlich
Ein Partner für das ganze Leben oder doch lieber ein Date für eine Nacht? Wer im Netz den richtigen Partner für seine Wünsche sucht, sollte auch genau wissen, was er eigentlich sucht und wie er suchen will. Wer anhand seiner Angaben und Wünsche den richtigen Partner vermittelt haben möchte, sollte bei einer Partnervermittlung anfangen. Wer selber nach dem richtigen Partner suchen möchte, ist in einer Singlebörse besser aufgehoben und wer nur nach dem schnellen Abenteuer sucht, versucht es besser auf einem Erotikportal.

Tipp 2: Anbieter checken
Wer sucht für mich im Netz? Und wer stellt das Portal zur Verfügung? Wer im Netz nach einem Partner sucht, sollte vor der Anmeldung unbedingt einen Blick in das Impressum der Internetseite werfen, rät die Verbraucherzentrale NRW. Denn spätestens wenn etwas nicht so funktioniert wie gewünscht, lauern hier die Gefahren. Sitzt der Anbieter etwa im Ausland wird es deutlich schwieriger Rückzahlungsansprüche durchzusetzen. Dies gilt vor allem für das außereuropäische Ausland.

Tipp 3: Welche Leistungen sind abgedeckt
Was leistet der Anbieter und was nicht? Stellt der Anbieter wirklich einen Kontakt zu realen Personen her oder gibt es nur Kontaktvorschläge für Personen, die unter Umständen gar nicht existieren. Unterbreitet die Online-Partnervermittlung passende Partnervorschläge oder erhalten die Kunden nur Zugang zu einem Portal, auf dem sie selbst nach einem Partner suchen müssen? Hier empfiehlt sich ein Blick in die Geschäftsbedingungen (AGB) des Anbieters, heißt es von der Verbraucherzentrale. Denn hier ist auch die Datenverarbeitung und –weitergabe geregelt. Manche Anbieter behalten sich vor, Profile mit Kundendaten auch auf weiteren eigenen oder fremden Portalen zu verwenden. Von solchen Anbietern raten die Verbraucherschützer dringend ab. Zudem sollten in den AGB geregelt sein, was mit den Kundendaten nach Beendigung der Mitgliedschaft geschieht. Viele Anbieter nutzen die Daten ihrer ehemaligen Kunden weiter, warnen die Verbraucherschützer.

Tipp 4: Vorsicht bei Lockangeboten
Einige Anbieter locken potentielle Kunden mit kostenlosen Mitgliedschaften oder deutlich vergünstigten Testangeboten. Doch Vorsicht: Es gibt Onlineportale, die ihre Leistung gänzlich kostenfrei oder für bestimmte Personengruppen (z.B. Frauen bis 45 Jahre) kostenfrei anbieten. Davon zu unterscheiden sind die Partnervermittlungen, die eine kostenfreie und eine kostenpflichtige Mitgliedschaft im Angebot haben. Die Registrierung zur kostenfreien Mitgliedschaft ermöglicht in diesem Fall noch keinen Austausch mit anderen Partnersuchenden und ist für Verbraucher daher letztlich unnütz, warnen die Verbraucherschützer. Die Anbieter von Datingportalen kommen so (ebenfalls kostenlos) an die Daten der Kunden. Vermeintlich günstige Schnupperangebote verlängern sich zudem häufig nach Ablauf der Testphase und Kunden hängen so in langfristigen Verträgen fest. Die Kündigungsfristen und Modalitäten sollten daher unbedingt vor Vertragsabschluss und Abgabe der Daten gecheckt werden, rät die Verbraucherzentrale NRW. Auch die Laufzeiten sollten gecheckt werden. Die Anbieter machen vor allem mit Kunden das Geschäft, die langfristig in Verträgen festhängen. Interessierte Kunden sollten daher die Laufzeit genau checken und lieber eine kurze Laufzeit wählen um zu testen, ob das Angebot auch zu den jeweiligen Vorstellungen passt. Wenn das Angebot nicht passt, müssen die Verträge fristgerecht gekündigt werden. Am besten per Einwurf-Einschreiben, heißt es von der Verbraucherzentrale NRW. Das gilt auch für den Widerruf, wenn das Angebot schon binnen der ersten 14 Tage nach Vertragsabschluss nicht zusagt.

Tipp 5: Achtung bei Zahlungen
Einige Anbieter verlangen eine Vorabzahlung für die gesamte Laufzeit der Mitgliedschaft. Hiervon raten die Verbraucherschützer ab, denn bei Überweisungen oder Kreditkartenzahlungen ist eine Rückbuchung nicht möglich. Lediglich im Fall der Lastschriftzahlung können gezahlte Beträge noch acht Wochen nach der Buchung zurückgeholt werden. Eine monatliche Zahlung ist daher sinnvoller.

Quelle: Verbraucherzentrale NRW; Bild: Agentur Tillmanns
 
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