Merkel: Koalition wird gemeistert

 
Kanzlerin Angela Merkel sieht für die bevorstehenden Koalitionsverhandlungen trotz aller Schwierigkeiten keine unüberwindbaren Hürden. Die Union werde das ?meistern?, sagte die CDU-Chefin bei einem Auftritt mit Bayerns CSU-Innenminister Joachim Herrmann auf der CDU-Wahlparty am Abend in Berlin. Herrmann beklagte indirekt, dass die SPD eine Neuauflage der großen Koalition ausgeschlossen hat. Es sei keine ?politische Meisterleistung?, lieber in die Opposition zu gehen als zu regieren, sagte Herrmann.
 
 
 

Eine Tote und Verletzte nach Schüssen in Kirche in USA

 
Ein Mann hat auf einem Kirchengelände im US-Staat Tennessee das Feuer eröffnet, eine Frau getötet und mehrere Menschen verletzt. Als er von einem Kirchenbesucher konfrontiert wurde, richtete er die Waffe gegen sich selbst und wurde ebenfalls verletzt in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei in Nashville mitteilte. Demnach ist der Täter identifiziert, aber sein Name wurde zunächst nicht bekanntgegeben. Der Polizei zufolge trug er eine Art Sturmhaube. Über das Motiv herrschte wenige Stunden nach dem Vorfall noch Unklarheit.
 
 
 

Hunderte AfD-Gegner demonstrieren in Großstädten

 
Hunderte Menschen haben nach der Bundestagswahl in mehreren Großstädten gegen die rechtsnationale AfD protestiert. Die Partei zieht vorläufigen Hochrechnungen zufolge mit mehr als 13 Prozent der Stimmen als drittstärkste Kraft erstmals in den Bundestag ein. Vor dem Gebäude der AfD-Wahlparty am Alexanderplatz in Berlin versammelten sich rund 1000 Menschen. Sie versuchten mit lauten Pfiffen die Veranstaltung zu stören. Auch in Köln, Hamburg und Frankfurt kamen Menschen zu Anti-AfD-Kundgebungen zusammen.
 
 
 

Lammert: Einzug der AfD wird eine Herausforderung

 
Bundestagspräsident Norbert Lammert hält den Einzug der AfD in den Bundestag für eine Herausforderung für den Parlamentarismus. ?Ich habe aber auch keinen Zweifel daran, dass der deutsche Parlamentarismus diese Herausforderung bewältigt?, sagte Lammert im ZDF. Wenn versucht werden sollte, den Bundestag als ?Aufmarschfläche für Demonstrationen? zu nutzen, werde der künftige Bundestagspräsident der AfD das Selbstverständnis und das Reglement des Deutschen Bundestages schnell verdeutlichen. Lammert scheidet nach der Wahl aus dem Parlament aus.
 
 
 

Lindner wird FDP-Fraktionschef im Bundestag

 
FDP-Chef Christian Lindner soll Fraktionschef seiner Partei im Bundestag werden. FDP-Vize Wolfgang Kubicki will ihn bei der konstituierenden Sitzung der Fraktion vorschlagen, wie in FDP-Kreisen zu erfahren war. Lindner führte die FDP nach vier Jahren wieder zurück in den Bundestag. Die Liberalen lagen bei den ersten Hochrechnungen bei gut zehn Prozent der Stimmen. Nachdem die SPD eine Wiederauflage der großen Koalition ausgeschlossen hat ist jetzt eine sogenannte Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen am wahrscheinlichsten. Lindner sagte, die Liberalen wollten Verantwortung übernehmen.
 
 
 

Berlin: Computerprobleme verzögern Übermittlung der Wahlergebnisse

 
Die Übermittlung von Wahlergebnissen an die Landeswahlleitung in Berlin verzögert sich wegen eines Serverproblems. Das sagte Geschäftsstellenleiter Geert Baasen der Deutschen Presse-Agentur. Demnach kann die Wahlleitung derzeit weder Ergebnisse aus den Stimmbezirken empfangen noch diese an die Öffentlichkeit kommunizieren. Das IT-Dienstleistungszentrum des Landes arbeite an der Lösung der Probleme, so Baasen. Bei Testläufen vor der Wahl habe alles funktioniert.
 
 
 

Grüne erwarten schwierige Gespräche vor Regierungsbildung

 
Die Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt erwartet ein hartes Ringen um die Bildung einer möglichen Koalition aus Union, FDP und Grünen. ?Ich bin sicher, wir werden uns da streiten, es wird hart werden, das wird schwierig werden, es wird kompliziert werden?, sagte sie in der ?Berliner Runde? von ARD und ZDF. ?Ich weiß nicht, ob es zu einem Ergebnis kommen wird.? Auf die Frage, ob sie ein Jamaika-Bündnis reizen würde, entgegnete sie: ?Das ist nicht die Kategorie. Da geht es um Ernsthaftigkeit und um Verantwortung.? Zugleich stellte sie Bedingungen für ein Regierungsbündnis.
 
 
 

Merkel zuversichtlich für Regierungsbildung bis Weihnachten

 
Kanzlerin Angela Merkel hält es für möglich, dass eine neue Regierung trotz schwieriger Koalitionsverhandlungen bis Weihnachten im Amt ist. Auf die Frage, wie zuversichtlich sie sei, den Deutschen bis Weihnachten eine stabile Regierung präsentieren zu können, sagte sie in der ?Berliner Runde? von ARD und ZDF: ?Ich bin generell immer zuversichtlich. Und außerdem: Seit vielen Jahren habe ich das Motto: in der Ruhe liegt die Kraft.? Die SPD-Spitze hat nach den schweren Verlusten bei der Bundestagswahl den Gang in die Opposition angekündigt. Möglich bleibt eine Jamaika-Koalition.
 
 
 

Allzeittief für GroKo-Parteien - AfD wird Dritter

 
Der steile Aufschwung der Rechtspopulisten bei der Bundestagswahl beschert der deutschen Politik eine historische Zeitenwende. Bundeskanzlerin Angela Merkel kann zwar voraussichtlich vier weitere Jahre regieren - aber nur mit dem größten Verlust in der Geschichte ihrer Union und möglicherweise dem Wagnis einer Jamaika-Koalition mit FDP und Grünen. Der bisherige Koalitionspartner SPD stürzt auf ein Rekordtief und strebt in die Opposition. Und die AfD triumphiert - erstmals seit 1961 sitzt nun eine rechtsnationale Partei im Parlament. Sie wird drittstärkste Kraft.
 
 
 

Trend: Mehrheit für Offenhaltung von Tegel

 
Beim Volksentscheid über den Berliner Flughafen Tegel zeichnet sich nach dem Auszählen der ersten Wahlbezirke eine Mehrheit für den Weiterbetrieb ab. Gegen 20.20 Uhr lagen die Ergebnisse aus 434 von 2439 Wahlbezirken vor. 57,6 Prozent der Wähler sprachen sich dafür aus, Tegel weiterzubetreiben, wie die Landeswahlleiterin auf ihrer Internetseite zeigte. 40,4 Prozent stimmten für eine Schließung Tegels nach der Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens in den kommenden Jahren. Das endgültige Ergebnis soll in der Nacht vorliegen.
 
 
 

Merkel: Keine Scheu vor Flüchtlings-Untersuchungsausschuss

 
Kanzlerin Angela Merkel hat sich zurückhaltend zu AfD-Forderungen nach einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu ihrer Flüchtlingspolitik geäußert. ?Ich scheue mich vor keinem Untersuchungsausschuss?, sagte Merkelin der ?Berliner Runde? von ARD und ZDF. Die CDU-Chefin ergänzte aber: ?Wir müssen nur aufpassen, dass wir noch genug Zeit haben, uns um die Zukunft zu kümmern.? Es gehe um die wirtschaftliche Zukunft des Landes, Deutschland befinde sich in einer der dramatischsten Umbrüche der Menschheit, der Digitalisierung.
 
 
 

Lindner: ?Wir sind nicht zum Regieren verdammt?

 
FDP-Chef Christian Lindner will den Einstieg in eine Jamaika-Koalition mit Union und Grünen von Inhalten abhängig machen. ?Wir sind nicht zum Regieren verdammt, aber wir sind natürlich bereit, politische Verantwortung zu übernehmen?, sagte Lindner in der ?Berliner Runde? von ARD und ZDF. Es gehe darum, einen Beitrag zur Stabilität in aufgeregten Zeiten zu leisten. Aber: Man werde nicht zulassen, dass SPD allein darüber entscheide, wer in die Regierung gezwungen werde. ?Das muss man von Inhalten abhängig machen.?
 
 
 

Berichte: Ein Toter und Verletzte nach Schüssen in Kirche in USA

 
In einer Kirche im US-Staat Tennessee sind Schüsse gefallen. Es habe einen Toten und bis zu acht Verletzte gegeben, darunter der Schütze, berichten die Sender NBC News und CNN unter Berufung auf einen Feuerwehrsprecher. Demnach kam es offenbar während eines Gottesdienstes in der Burnett Chapel Church of Christ in Antioch nahe Nashville zu dem Vorfall. Bis auf eine Ausnahme seien alle Opfer über 60 Jahre alt. Einzelheiten blieben zunächst unklar.
 
 
 

AfD bei ostdeutschen Männern stärkste Partei

 
Die AfD ist im Osten Deutschlands bei der Bundestagswahl zweistärkste Partei geworden - bei den ostdeutschen Männern schnitt die Partei sogar am besten ab. Laut Infratest dimap machten insgesamt 26 Prozent der ostdeutschen Männer ihr Kreuzchen bei der AfD, bei den Frauen waren es 17 Prozent. Zum Vergleich: Im Westen votierten 13 Prozent der Männer und 8 Prozent der Frauen für die AfD. Insgesamt erreichte die AfD in den Ost-Ländern und dem Osten Berlins 21,5 Prozent der Stimmen, wie der MDR nach Infratest dimap berichtet.
 
 
 

Merkel vorn - SPD auf Rekordtief - AfD wird Dritter

 
Historisches Fiasko der SPD, herbe Klatsche für die Union und ein Triumph der AfD: Trotz schwerer Verluste bei der Bundestagswahl kann Bundeskanzlerin Angela Merkel voraussichtlich vier weitere Jahre regieren. Aber nicht mehr mit dem Koalitionspartner SPD - Herausforderer Martin Schulz kündigte noch am Abend den Gang in die Opposition an. Großer Profiteur des Debakels für die große Koalition ist nach den Hochrechnungen die Rechtsaußen-Partei AfD. Mit ihr schafft erstmals seit den 50er Jahren eine rechtsnationale Partei den Sprung ins Parlament - und erobert gleich Platz drei.
 
 
 

Leverkusen verbessert: 3:0 gegen HSV

 
Bayer Leverkusen hat den Anschluss an das Tabellen-Mittelfeld in der Fußball-Bundesliga geschafft. Das Team von Trainer Heiko Herrlich gewann am Abend zum Abschluss des sechsten Spieltages gegen den Hamburger SV verdient mit 3:0. Kevin Volland und der Argentinier Lucas Alario trafen für den Werksclub. Alario gab sein Debüt für Bayer. Mit sieben Punkten verbesserte sich Leverkusen auf Platz zehn. Die Hamburger rutschten nach der vierten Niederlage nacheinander bis auf Rang 15 ab.
 
 
 

Demonstration vor AfD-Wahlparty in Berlin

 
Einige hundert Demonstranten haben am Abend der Bundestagswahl in Berlin vor der Wahlparty der AfD protestiert. Etwa 300 Menschen versammelten sich am Abend vor einem Hochhaus am Alexanderplatz, wo die AfD in einem der unteren Geschosse ihren Einzug in den Bundestag feierte. Viele Demonstranten pfiffen, riefen Parolen wie ?Haut ab, haut ab? und ?AfD Rassistenpack? oder machten Krach mit verschiedenen Instrumenten. Darunter waren auch Vertreter linksradikaler Gruppen wie der Antifa.
 
 
 

1. FC Köln holt ersten Punkt: 0:0 bei Hannover 96

 
Der 1. FC Köln hat seinen ersten Punkt in der Bundesliga-Saison geholt. Der Europa-League-Starter kam beim starken Aufsteiger Hannover 96 zu einem 0:0 und verhinderte eine historische Marke. Bei zuvor fünf Niederlagen am Stück wären die Kölner im Fall einer weiteren Pleite das Team mit dem schlechtesten Saisonstart in der Geschichte der Fußball-Bundesliga gewesen. Die Kölner bleiben nach sechs Spieltagen Tabellenletzter. Hannover ist weiter ungeschlagen und mit zwölf Punkten auf Rang vier.
 
 
 

Busfahrer ohnmächtig - Tourist verhindert Absturz

 
Auf einer Bergstraße in Österreich hat ein beherzter Reisebus-Tourist neben dem ohnmächtig gewordenen Fahrer eine Vollbremsung eingelegt und damit den Absturz des Busses verhindert. Der 65 Jahre alte Franzose brachte den Bus mit 21 Reisegästen zum Stehen, als schon eines der Vorderräder über dem 100 Meter tiefen Abgrund hing, wie ein Polizeisprecher berichtete. Der Vorfall passierte am Samstagabend auf der Zillertaler Höhenstraße. Am Steuer saß ein 76-jähriger Österreicher. Er habe eine Herzattacke erlitten und sei ohnmächtig in den Mittelgang gefallen, so die Polizei.
 
 
 

Mann bei Streit in Asylunterkunft getötet

 
Bei einem Streit in einer Asylbewerberunterkunft im niederbayerischen Eggenfelden ist ein 28-Jähriger ums Leben gekommen. Der Ukrainer wohnte mit einem 47-Jährigen aus Kasachstan in einem Zimmer, wie die Polizei mitteilte. Am Samstagvormittag sei es zwischen den Männern zum Streit gekommen. Dabei sei der 28-Jährige durch seinen Zimmergenossen so schwer verletzt worden, dass er noch in der Unterkunft starb. Der 47-jährige Tatverdächtige wurde festgenommen. Gegen ihn erging Haftbefehl wegen Totschlags.
 
 
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