Organisatoren rechnen mit weniger Geld für Syrien

 
Bei der internationalen Syrien-Geberkonferenz in Brüssel hat sich ein vergleichsweise schwaches Ergebnis abgezeichnet. Nach ersten Schätzungen seien Hilfszusagen in Höhe von 4,4 Milliarden US-Dollar für das laufende Jahr zu erwarten, sagte UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock. Außenminister Heiko Maas sagte bei der Konferenz zu, dass Deutschland mindestens eine Milliarde Euro zur Verfügung stelle. Bei der Geberkonferenz 2017 hatten die Teilnehmer noch 6 Milliarden US-Dollar an Hilfszusagen abgegeben. Lowcock ging davon aus, dass noch Geld dazukommt.
 
 
 

Jeder Neunte zwischen 65 und 74 Jahren geht arbeiten

 
Immer mehr Menschen in Deutschland arbeiten noch im Rentenalter. Waren im Jahr 2002 noch 4,2 Prozent der Personen zwischen 65 und 74 Jahren erwerbstätig, lag die Quote 2016 bereits bei 11,4 Prozent, wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung mitteilte: Jeder neunte Mensch in dieser Altersgruppe geht einem bezahlten Job nach. Nach Angaben der Behörde sind es mehr Männer als Frauen, die im Alter arbeiten gehen. Die Werte gelten sowohl für Teilzeitjobs als auch für Tätigkeiten auf Stundenbasis. Damit liegt Deutschland im EU-Vergleich im vorderen Mittelfeld.
 
 
 

Erdbeben in Türkei und Italien

 
Ein Erdbeben der Stärke 5,1 hat den Südosten der Türkei erschüttert und viele Häuser beschädigt. 39 Menschen erlitten dabei in der Nacht zum Dienstag Verletzungen. 35 von ihnen würden noch in Krankenhäusern versorgt, sagte der Gesundheitsminister Ahmet Demircan nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstag. Schwerverletzte gebe es nicht. In Italien erschütterte ein Erdbeben die Adriaküste. Die Erdbebenwarte INGV gab die Stärke mit 4,2 an. Das Epizentrum habe sich in der Provinz Campobasso in 31 Kilometern Tiefe befunden. Zunächst wurden keine Schäden bekannt.
 
 
 

Nach Eklat um Rapper: Musikpreis Echo wird abgeschafft

 
Den Musikpreis Echo wird es in Zukunft nicht mehr geben. Das teilte der Bundesverband Musikindustrie in Berlin mit. Er reagierte damit auf die Kontroverse um die Preisvergabe an ein als judenfeindlich kritisiertes Album der Rapper Kollegah und Farid Bang. Die Marke Echo sei so stark beschädigt worden, dass ein vollständiger Neuanfang notwendig sei, heißt es in der Mitteilung. Das ziehe auch eine Neuaufstellung beim Echo Klassik und beim Echo Jazz nach sich. Die anstehenden Jazz-Preise sollen am 31. Mai in Hamburg in kleinerem Kreis ohne TV-Inszenierung verliehen werden.
 
 
 

Nach Höchststrafe: Madsen geht in Berufung

 
Nach seiner Verurteilung für einen Mord in einem U-Boot geht der dänische Erfinder Peter Madsen in Berufung. Das sagte seine Verteidigerin in Kopenhagen. Dort war Madsen zuvor zur Höchststrafe verurteilt worden - das Gericht schickte ihn lebenslang ins Gefängnis. Es sah als erwiesen an, dass Madsen die 30 Jahre alte schwedische Journalistin Kim Wall missbraucht und dann ermordet habe.
 
 
 

Bosch hält zum Diesel - Neue Technik soll Niedergang stoppen

 
Der weltgrößte Autozulieferer Bosch will den Diesel noch nicht aufgeben. Eine neu entwickelte Abgastechnik soll den durch Dieselgate und Fahrverbots-Debatte in Verruf geratenen Antrieb vor dem Niedergang bewahren und dem Konzern zugleich einen wichtigen Geschäftsbereich für die Zukunft sichern. ?Das Stickoxid-Problem im Straßenverkehr ist technisch lösbar?, sagte der Vorsitzende der Bosch-Geschäftsführung. Bosch verspricht, mit seinem neuen System den Stickoxid-Ausstoß des Antriebs auch auf der Straße weit unter den aktuellen und auch künftigen Grenzwerten halten zu können.
 
 
 

Gefängnisse sind überlastet - Südwesten besonders betroffen

 
In Deutschlands Gefängnissen wird nach einem Medienbericht der Platz knapp - vor allem im Südwesten. Eine Umfrage der Zeitungen der Funke-Mediengruppe bei den Justizministerien der 16 Bundesländer ergab eine Auslastung von bis zu 100 Prozent in Baden-Württemberg. In Bayern, Rheinland-Pfalz, Berlin, Bremen, Hamburg und Rheinland-Pfalz lag die Auslastung demnach im vergangenen Jahr im Durchschnitt bei deutlich über 90 Prozent. Fachleute sprechen dem Bericht zufolge schon bei einer Auslastung von 85 bis 90 Prozent von Vollbelegung.
 
 
 

Musikpreis Echo wird abgeschafft

 
Den Musikpreis Echo wird es in Zukunft nicht mehr geben. Das teilte der Bundesverband Musikindustrie in Berlin mit. Er reagierte damit auf die Kontroverse um die Preisvergabe an ein als antisemitisch kritisiertes Rap-Album.
 
 
 

Bedford-Strohm: Kreuz zuallererst ein religiöses Symbol

 
Der EKD-Ratsvorsitzende und bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat sich gegen die Argumentation von Ministerpräsident Markus Söder gewandt, wonach das Kreuz ?nicht ein Zeichen einer Religion? sei. ?Wir als Christen und wir als Kirchen werden natürlich immer wieder darauf hinweisen, dass das Kreuz zuallererst ein religiöses Symbol ist?, sagte er der dpa. Das bayerische Kabinett hatte beschlossen, dass in allen Behördengebäuden unter der Verwaltung des Freistaats ein Kreuz angebracht werden soll, als ?Bekenntnis zur Identität? und zur ?kulturellen Prägung? Bayerns.
 
 
 

Studie: Einweg-Müll auf der Straße nervt Städter

 
Der Trend zu Einwegbechern und Mitnahme-Snacks verschmutzt zunehmend die Städte. Vor gut zehn Jahren hätten sogenannte Take-Away-Verpackungen in der Wahrnehmung von Müll auf Straßen, Plätzen und in Parks noch gar keine Rolle gespielt, sagte Rebekka Gerlach vom Institut für Psychologie an der Berliner Humboldt-Universität zur Studie ?Wahrnehmung von Sauberkeit und Ursachen von Littering?. Nun werde dieser achtlos weggeworfene Einweg-Müll als Problem empfunden. Dafür sei Hundekot, der früher an Platz eins gestanden habe, in der Wahrnehmung nach hinten gerutscht.
 
 
 

Elke Büdenbender entsetzt von antisemitischen Übergriffen

 
First Lady Elke Büdenbender hat besorgt auf die jüngsten antisemitischen Vorfälle in Deutschland reagiert. Im Hessischen Rundfunk sagte die Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu Berichten, dass sich Juden in Deutschland nicht mehr mit Kippa auf die Straße trauten: ?Das entsetzt mich sehr.? Die Religionsfreiheit stehe im Grundgesetz: ?Man muss hier religiöse Abzeichen, egal von welcher Religion, tragen dürfen, ohne dass man dafür angegriffen wird.? Ein Vorfall in Berlin vor gut einer Woche hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt.
 
 
 

Mord im U-Boot - Erfinder zu lebenslanger Haft verurteilt

 
Für einen Mord in seinem U-Boot ist der Erfinder Peter Madsen in Dänemark zur Höchststrafe verurteilt worden. Ein Gericht in Kopenhagen schickte ihn lebenslang ins Gefängnis. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass Madsen die schwedische Journalistin Kim Wall im vergangenen Sommer an Bord seines selbstgebauten U-Bootes ?Nautilus? brutal gefoltert und getötet habe. Danach soll er die Leiche der 30-Jährigen zerteilt und sie ins Meer geworfen haben. Das Urteil sei einstimmig gefallen, sagte die Richterin.
 
 
 

Renten steigen um mehr als drei Prozent

 
Die Bezüge der rund 21 Millionen Rentner in Deutschland steigen zum 1. Juli um mehr als drei Prozent. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch eine entsprechende Verordnung des Sozialministeriums. Im Westen steigen die Renten um 3,22 Prozent, im Osten um 3,37 Prozent. Die Rentensteigerung geht vor allem auf die gute Konjunktur zurück. Sie beruht auf einer festen Formel und folgt der Lohnentwicklung in Deutschland. Auch die Beitragsentwicklung und das Verhältnis von Beitragszahlern und Rentnern spielen mit herein.
 
 
 

Mord in U-Boot - Erfinder zu lebenslanger Haft verurteilt

 
Der dänische Erfinder Peter Madsen ist für den Mord an der Journalistin Kim Wall in seinem U-Boot zur Höchststrafe verurteilt worden. Das Kopenhagener Gericht schickte ihn lebenslang ins Gefängnis.
 
 
 

Steinmeier zu Staatsbesuch in der Schweiz eingetroffen

 
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist zu einem zweitägigen Staatsbesuch in der Schweiz eingetroffen. Der Schweizer Bundespräsident Alain Berset begrüßte ihn auf dem Flughafen Zürich. In der Hauptstadt Bern waren anschließend Gespräche mit Regierungsmitgliedern und Parlamentariern vorgesehen. Die Beziehungen zwischen Deutschland und der Schweiz gelten als eng und freundschaftlich. Es dürfte bei den Gesprächen aber auch um internationale Krisen sowie um das Erstarken populistischer Bewegungen gehen.
 
 
 

Medien: Bayer-Torwart Leno will Ausstiegsklausel anwenden

 
Fußball-Nationaltorwart Bernd Leno steht nach Angaben der ?Sport Bild? offenbar vor einem Wechsel in das Ausland. Dem Bericht zufolge hätten der 26-Jährige und sein Berater Lenos aktuellem Arbeitgeber Bayer Leverkusen bereits angekündigt, dass der Keeper ?in diesem Jahr wahrscheinlich von seiner Ausstiegsmöglichkeit Gebrauch machen werde?. Nach Angaben des Fachmagazins soll die für Leno festgeschriebene Ablösesumme rund 20 Millionen Euro betragen. Als neuer Verein des gebürtigen Schwaben ist vor allem Atlético Madrid im Gespräch.
 
 
 

Deutschland stockt Syrien-Hilfe um eine Milliarde Euro auf

 
? Deutschland stellt eine Milliarde Euro zusätzlich für die notleidenden Menschen in Syrien und für Kriegsflüchtlinge in den Nachbarländern bereit. Das gab Außenminister Heiko Maas in Brüssel am Rande einer Geberkonferenz für Syrien mit Vertretern aus mehr als 80 Ländern bekannt. Weitere 300 Millionen Euro können nach Angaben des Auswärtigen Amts in der zweiten Jahreshälfte hinzukommen, wenn der Bundeshaushalt steht. Damit würde Deutschland dann insgesamt wieder auf dem Niveau der Hilfszusagen aus dem Vorjahr liegen.
 
 
 

?Holiday on Ice? verpflichtet Olympiasieger Savchenko/Massot

 
Die Eiskunstlauf-Olympiasieger Aljona Savchenko und Bruno Massot sind die neuen Stars von ?Holiday on Ice?. ?Wir legen erst einmal eine Wettkampfpause ein - wie lange sie dauert, wissen wir noch nicht?, sagte die 34 Jahre alte Savchenko der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. ?Wir sind sehr dankbar, dass wir den deutschen Fans etwas zurückgeben können.? Die Wahl-Oberstdorfer gehen von November an mit der Show auf Tournee durch 14 Städte. Das Engagement ist derzeit nur für die Jubiläumssaison geplant.
 
 
 

Verteidiger weisen weitere Anklagevorwürfe gegen Zschäpe zurück

 
Im Münchner NSU-Prozess haben die Verteidiger der Hauptangeklagten Beate Zschäpe ihr Plädoyer fortgesetzt - und in teilweise scharfer Form weitere Anklagevorwürfe zurückgewiesen. Die Bundesanwaltschaft ignoriere Fakten oder lasse solche unerwähnt, die Zweifel an den Behauptungen der Anklage aufkommen lassen könnten, sagte Zschäpes Vertrauensanwalt vor dem Oberlandesgericht München. Er warf den Anklägern insbesondere vor, sie hätten in ihrem Plädoyer Erklärungen Zschäpes völlig außer acht gelassen; oder den Einlassungen seiner Mandantin werde widersprochen.
 
 
 

Scheuer: BER-Eröffnungstermin ?unbedingt? einhalten

 
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer pocht auf eine Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER im Herbst 2020. ?Der BER ist nach wie vor ein Riesenärgernis?, sagte Scheuer nach Angaben seines Ministeriums. ?Ich akzeptiere es nicht, wenn die Welt über diese Baustelle lacht.? Der neue Eröffnungstermin müsse ?unbedingt eingehalten? werden. Die Eröffnung war wegen zahlreicher Pannen mehrfach verschoben worden. Scheuer hatte am Dienstag die BER-Baustelle besucht. Der Chef der Flughafengesellschaft, Engelbert Lütke-Daldrup, war erst eine halbe Stunde vorher informiert worden.
 
 
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