Trotz Einlenkens neue Unruhen am Tempelberg: 16 Verletzte

 
In Jerusalem ist es zu neuen Unruhen gekommen, obwohl Israel die umstrittenen Metalldetektoren an den Eingängen zum Tempelberg abgebaut hat. Bei Konfrontationen mit Polizisten wurden in der Nacht 16 Palästinenser verletzt, davon drei schwer. Das berichtet der palästinensische Rettungsdienst Roter Halbmond. Wie in den vergangenen Tagen hatten Tausende muslimische Gläubige in den Straßen im Bereich der Altstadt gebetet. Nach dem Nachtgebet kam es zu Zusammenstößen mit der israelischen Polizei.
 
 
 

Fluggastdaten-Abkommen der EU mit Kanada gestoppt

 
Der Europäische Gerichtshof hat das von der EU und Kanada geplante Abkommen zum Austausch von Fluggastdaten gestoppt. Es greife in das Grundrecht auf Achtung des Privatlebens ein und stelle einen Eingriff in das Grundrecht auf Schutz personenbezogener Daten dar, entschieden die Richter. Für Datenschützer ist die Entscheidung ein Grund zum Jubeln. Sie sind seit langem der Auffassung, dass die EU bei der Speicherung, Nutzung und Verarbeitung sensibler Daten zu weit geht. Befürworter der Regelungen argumentieren, dass diese dem Kampf gegen Terror oder grenzüberschreitende Kriminalität dienten.
 
 
 

Kartell-Vorwürfe überschatten Daimler-Halbjahresbilanz

 
Trotz der Debatten um Diesel-Manipulationen und Fahrverbote hat der Autobauer Daimler erneut stark zugelegt. Im zweiten Quartal kletterten Umsatz und Gewinn dank des anhaltenden Aufschwungs bei Mercedes-Benz kräftig. Überschattet wird die Vorlage der Zahlen allerdings vom Vorwurf, Daimler und andere deutsche Autohersteller hätten über Jahre hinweg illegale Absprachen getroffen. Das will Vorstandschef Dieter Zetsche weiter nicht kommentieren. ?Wir sind gut beraten, uns nicht an Spekulationen zu beteiligen?, sagte er.
 
 
 

EuGH kippt geplantes Fluggastdaten-Abkommen mit Kanada

 
Der Europäische Gerichtshof hat das von der EU und Kanada geplante Abkommen zum Austausch von Fluggastdaten gestoppt. Die Luxemburger Richter entschieden, dass mehrere der vorgesehenen Bestimmungen nicht mit den von der EU anerkannten Grundrechten vereinbar sind.
 
 
 

Sozialausgaben steigen auf über 900 Milliarden Euro

 
Vor allem steigende Ausgaben in der Renten- und Krankenversicherung und für Pensionen treiben die Sozialausgaben in die Höhe. Trotz Rekordbeschäftigung und guter Konjunktur seien die Sozialausgaben 2016 auf 918 Milliarden Euro gewachsen - ein Plus von 32,6 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr, berichtet das ?Handelsblatt? unter Berufung auf den Sozialbericht 2017. Der Trend wird sich laut der Experten fortsetzen: Für 2017 wird mit einem Anstieg auf 961 Milliarden Euro gerechnet. Für das Jahr 2021 erwarte die Bundesregierung Sozialausgaben in Höhe von 1,1 Billionen Euro.
 
 
 

Krankenstand: Lange Ausfälle wegen psychischer Probleme

 
Rückenschmerzen, Erkältungen und psychische Probleme haben im ersten Halbjahr einen Großteil der Krankschreibungen verursacht. Der Krankenstand sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar von 4,4 auf 4,3 Prozent, die durchschnittliche Erkrankungsdauer aber stieg von 12,3 auf 12,6 Tage. Dies geht aus einer Analyse der Krankenkasse DAK-Gesundheit hervor. Muskel-Skelett-Erkrankungen, Erkrankungen der Atemwege und psychische Erkrankungen kamen am häufigsten vor. Nach psychischen Erkrankungen fielen die Betroffenen besonders lange aus - im Durchschnitt 34,7 Tage.
 
 
 

Hitzewelle auf Zypern - 42 Grad im Schatten

 
Eine Hitzewelle quält die Menschen auf Zypern seit Wochenbeginn. Sie soll heute und morgen ihren Höhepunkt erreichen. Laut Wetteramt zeigten die Thermometer bereits am frühen Morgen Werte um die 30 Grad. Um die Mittagszeit bis 16.00 Uhr soll die Temperatur vielerorts auf 42 Grad steigen. Die Bürger werden aufgerufen, sich nicht zu lange im Freien unter der Sonne aufzuhalten, helle Kleidung aus Baumwolle zu tragen und viel Wasser zu trinken. Ältere oder kranke Menschen sollten zu Hause bleiben, heißt es.
 
 
 

Brand in Frankreich - 10 000 Menschen in Sicherheit gebracht

 
Wegen eines Waldbrandes in Südfrankreich sind in der Nacht mindestens 10 000 Bewohner und Touristen in Sicherheit gebracht worden. Menschen mussten Häuser und Campingplätze verlassen. Das Feuer dehnte sich auf einer Fläche von rund 600 Hektar in der Nähe von Bormes-les-Mimosas aus, berichtet der Nachrichtensender Franceinfo. Der Ort liegt nahe der Küste zwischen Hyères und dem Luxus-Badeort St. Tropez. Menschen kamen nicht zu Schaden.
 
 
 

Umfrage: Union und FDP kommen weiter auf Regierungsmehrheit

 
Union und FDP können einer neuen Umfrage zufolge nach der Bundestagswahl Ende September weiter auf eine Regierungsmehrheit hoffen. Im aktuellen ?Stern?-RTL-Wahltrend kommen sie zusammen auf 48 Prozent in der Wählergunst. SPD, Grüne und Linkspartei verharren dagegen gemeinsam bei nur 39 Prozent. Dabei bleiben im Vergleich zur Vorwoche die von Forsa ermittelten Werte unverändert. CDU und CSU behaupten ihre 40 Prozent, die SPD bleibt bei 22 Prozent. Die Linke wäre mit 9 Prozent weiterhin drittstärkste Kraft. Die Grünen und die FDP verharren bei jeweils 8 Prozent, die AfD stagniert bei 7 Prozent.
 
 
 

Daimler legt Zahlen vor und schweigt zu Kartell-Vorwürfen

 
Der Autobauer Daimler legt trotz der Debatten um Diesel-Manipulationen und Fahrverbote weiter kräftig zu. Grund ist vor allem der starke Pkw-Absatz bei Mercedes-Benz, heißt es. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7 Prozent auf rund 41,2 Milliarden Euro. Unterm Strich verdiente Daimler rund 2,51 Milliarden Euro - nach 2,45 Milliarden im zweiten Quartal 2016. Überschattet wird Bilanz vom Vorwurf, Daimler und andere deutsche Autohersteller hätten illegale Absprachen getroffen. Der Konzern bezeichnet das als ?Spekulation? und schweigt ansonsten.
 
 
 

Umfrage: Deutsche sehen Türkei nicht als Demokratie

 
Das Ansehen der Türkei sinkt in den Augen der Deutschen immer weiter. Nach einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sind acht von zehn Deutschen überzeugt, dass die Türkei keine Demokratie ist. Ebensoviele Deutsche wünschen sich ein härteres Vorgehen der Bundesregierung gegen Ankara. 84 Prozent sprechen sich in der Umfrage gegen einen EU-?Beitritt der Türkei aus. Der Konflikt belastet auch die Reisefreudigkeit der Deutschen. Nur noch fünf Prozent der Befragten ?würden in der aktuellen politischen Situation in die Türkei reisen.
 
 
 

Dauerregen lässt Pegel steigen

 
Nach starken Regenfällen kämpft die Feuerwehr in Niedersachsen und Thüringen weiter gegen drohende Überschwemmungen. Bisher halten die Dämme. Aber man sei auf alles vorbereitet, auch auf eine Evakuierung, heißt es von der Feuerwehr in Hildesheim. Sollte ein bedrohtes Wohngebiet geräumt werden, wären 1100 Menschen betroffen. Eine Notunterkunft steht bereit. Die Feuerwehr war in der Nacht mit rund 200 Kräften im Einsatz. In Thüringen rückten die Rettungskräfte am Morgen zu keinen größeren wetterbedingten Einsätzen mehr aus. Die Pegelstände steigen hier nur noch langsam.
 
 
 

Großbritannien will Diesel- und Benzinautos verbieten

 
Großbritannien plant ein Verkaufsverbot von Diesel- und Benzinautos bis zum Jahr 2040. Das berichten britische Zeitungen unter Berufung auf die britische Regierung. Eine offizielle Bestätigung der Behörden soll im Verlauf des Tages folgen. Der ?Times? zufolge sollen unter das Verbot auch Hybrid-Autos fallen, die neben einem Elektro- mit einem Benzin- oder Dieselmotor ausgestattet sind. Zur Verbesserung der Luftqualität seien dann nur noch Elektroautos auf britischen Straßen erlaubt.
 
 
 

Missbrauchsvorwürfe: Kardinal Pell plädiert auf unschuldig

 
Der australische Kardinal George Pell hat alle Vorwürfe wegen Kindesmissbrauchs zurückgewiesen. Der Vertraute von Papst Franziskus ließ vor Gericht in Melbourne eine Erklärung verlesen, mit der er seine Unschuld beteuerte. Der 76-Jährige saß zwar im Saal, sagte aber nichts. Das Verfahren soll im Oktober fortgesetzt werden. Als Finanzchef des Vatikans war Pell bislang die inoffizielle Nummer drei im Vatikan. Wegen der Vorwürfe, sich als junger Pfarrer und später auch als Erzbischof in seiner Heimat an Jungen vergangen zu haben, hatte er sich beurlauben lassen.
 
 
 

In Mossul gefasste Frauen kommen aus drei Bundesländern

 
Neben der mutmaßlichen Dschihadistin Linda aus Sachsen sind drei weitere im irakischen Mossul festgenommene Frauen Deutsche. Sie sollen aus Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen kommen, schreibt die ?Welt?. Es handele sich um eine gebürtige Marokkanerin und ihre erwachsene Tochter aus Mannheim sowie um eine Frau, die in Tschetschenien geboren wurde und zuletzt in Detmold gemeldet war, heißt es unter Berufung auf Sicherheitskreise. Alle vier mutmaßlichen IS-Anhängerinnen befänden sich in Bagdad in Haft. Deutsche Behörden bemühten sich, die Frauen nach Deutschland zurückzuholen.
 
 
 

Nordkorea droht den USA mit Atomangriff

 
Nordkorea hat den USA offen mit einem Atomangriff gedroht. Sollten die Amerikaner weiter versuchen, einen Regierungswechsel in Pjöngjang herbeizuführen, werde Nordkorea mit einem Gegenangriff reagieren. Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA zitiert das Außenministerium wie folgt: ?Sollten die USA es wagen, das geringste Anzeichen eines Versuchs zu zeigen, unsere oberste Führung zu beseitigen, werden wir mit unserem mächtigen Atomhammer einen erbarmungslosen Schlag in das Herz der USA machen.?
 
 
 

USA loben Israel für Abbau der Metalldetektoren

 
Die USA haben Israel für den Abbau der Metalldetektoren am Tempelberg gelobt. ?Die Vereinigten Staaten spenden den Bestrebungen Israels Beifall, die Sicherheit aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die Spannungen in der Region zu reduzieren?, teilte das Weiße Haus mit. Trotz der erwiesenen Notwendigkeit, nach dem Mord an zwei israelischen Soldaten die Sicherheit am Tempelberg erhöhen zu müssen, habe das Land die erst kürzlich dort installierten Geräte entfernt.
 
 
 

US-Senat debattiert Abschaffung von ?Obamacare?

 
Der US-Senat hat seinen ersten Schritt zur Abschaffung von ?Obamacare? unternommen. Er stimmte mit der knappest möglichen Mehrheit dafür, eine Debatte über ein Alternativgesetz zu eröffnen. Vizepräsident Mike Pence musste das Unentschieden mit seiner Stimme brechen, weil zwei republikanische Senatorinnen mit Nein gestimmt hatten. Damit hatte es 50:50 gestanden. Alle Demokraten stimmten mit Nein. Knapp an der Niederlage vorbeigeschrammt, macht die Entscheidung dem Senat zunächst den Weg für eine Debatte frei.
 
 
 

Kartellvorwürfe überschatten erwartete gute Zahlen der Autobauer

 
Der Vorwurf mutmaßlicher Kartellabsprachen der deutschen Autobauer überschattet die trotz der Dieselkrise besseren Geschäfte der Branche. Volkswagen ruft am Nachmittag außerplanmäßig seine Aufsichtsräte zusammen - dem Vernehmen nach soll es um die Kartellvorwürfe gehen, über die der ?Spiegel? berichtet hatte. Daimler - im zurückliegenden Quartal weiter gewachsen - legt seine Halbjahreszahlen vor. Doch die Zahlen dürften in den Hintergrund treten - zu schwer wiegt der Vorwurf der verbotenen Absprachen.
 
 
 

Richter entscheidet über Sterbeort von Baby Charlie

 
Ein Richter in London wird heute über den Sterbeort des elf Monate alten Babys Charlie entscheiden. Die Eltern wollen die letzten Tage mit ihrem Sohn zu Hause verbringen. Sie trafen aber auf Widerstand der Ärzte, die den todkranken Jungen behandeln. Am Montag hatten Charlies Eltern ihren monatelangen Rechtsstreit mit der Klinik aufgegeben. Sie hatten gefordert, ihren Sohn für eine experimentelle Therapie in die USA bringen zu dürfen. Die Klinik hielt das für aussichtslos und bestand darauf, die Behandlung zu beenden.
 
 
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