Nachrichten Aachen

Polizei verweigert 30 Fussball-Fans die Ausreise nach Belgien

Bei Grenzkontrollen in Aachen hat die Bundespolizei bisher rund 30 gewaltbereiten Fussball-Fans die Ausreise untersagt. Sie wollten zum EM- Qualifikationsspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach Brüssel. Insgesamt kontrollierten die Beamten an den Grenzübergängen zu den Niederlanden und Belgien sowie an den Bahnhöfen rund 1000 Fans. Dabei stellte die Polizei Baseballschläger, Knallkörper und pyrotechnisches Material wie bengalische Fackeln sicher. Die Kontrollen sollten bis in den Abend andauern.

Demoverbot in Dortmund hat zunächst keine Auswirkungen auf Aachener Demo

Trotz Demonstrationsverbot für die Dortmunder Neo-Nazis bereitet sich die Polizei in Aachen weiter auf einen ähnlichen Protestzug vor. Am 25. September ist eine rechte Demo gegen den Bau der neuen Moschee in Aachen geplant. Politische Vertreter aus der Städteregion haben außerdem zu einer Gegendemonstration aufgerufen. Ob der Protestmarsch in Aachen verboten werden soll, wie in Dortmund, ist bislang aber noch nicht klar. Zuerst beobachtet die Polizei die Entwicklung in Dortmund. Dort fand kurz nachdem das Verbot ausgesprochen wurde, ein spontaner Nazi-Aufmarsch statt. Das Landeskriminalamt ermittelt derzeit verstärkt in der rechtsextremen Szene, nachdem am Mittwoch ein Aachener Neonazi verhaftet wurde: ihm wird vorgeworfen, einen Sprengsatz bauen zu wollen.

SPD fordert regelmäßige Sozialkonferenz

Die SPD Fraktion im Aachener Stadtrat will eine regelmäßige Sozialkonferenz einführen. Das fordert sie ein einem Antrag. Im vergangenen Herbst gab es eine solche Konferenz einmalig um einen so genannten Sozialentwicklungsplan aufzustellen. In diesem Konzept seien zwar viele Zahlen zu finden; eine echte Planung fehle aber noch, heißt es von der SPD. Geklärt werden muss etwa, welche Angebote langfristig bleiben sollen, und wie sie finanziert werden. Im Sozialentwicklungsplan geht es um eine große Bandbreite von Angeboten, zum Beispiel Sucht-, Schuldner- oder Schwangerschaftskonfliktberatung. Durch eine regelmäßige Konferenz zwei Mal im Jahr könnten sich die Verantwortlichen noch weiter vernetzen und austauschen.

Patienten bleiben kürzer im Krankenhaus

Patienten aus der Region Aachen bleiben immer kürzer im Krankenhaus. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes hervor. Insgesamt haben sich in der Städteregion, sowie den Kreisen Heinsberg und Düren im vergangenen Jahr rund 230.000 Menschen stationär behandeln lassen. In der Städteregion Aachen alleine waren es 137.000 Patienten. Statistisch gesehen hat also rund jeder fünfte stationär acht Tage im Krankenhaus verbracht. Vor zehn Jahren war die durchschnittliche Verweildauer noch 14 Tage.

Neues Verwaltungsgebäude für die FH Aachen

Die FH Aachen bekommt ein neues Verwaltungsgebäude. Es soll auf einer mehr als 3.000 Quadratmeter großen Fläche gebaut werden und hat die Form eines Kubus. Die Kosten belaufen sich auf 10 Millionen Euro. 120 Mitarbeiter werden dort Platz finden. Bezugsfertig soll das siebengeschossige Gebäude zum Jahreswechsel 2011/2012 sein. Die Verantwortlichen konnten aus einem Pool von insgesamt 27 Entwürfen wählen. Gewinner des Wettbewerbs sind nun die Brandt Stadtplaner und Architekten aus Aachen.

Verwirrter schlägt in Bus um sich

Ein offenbar verwirrter Mann ist in Aachen in einem Liniebus auf einen anderen Fahrgast losgegangen.
Der 22-jährige beschimpfte zunächst im sein Opfer, bevor er diesen dann mit Schlägen und einem Biss in die Hand attackierte. Als der Bus auf dem Adalbertsteinweg anhielt, flüchtete der Verwirrte in eine Kneipe. Beim anschließenden Eintreffen der Polizei, lag er erst regungslos auf dem Boden und wurde dann erneut gegen die Rettungssanitäter aggressiv. Zur Behandlung seines Gesundheits- und Geisteszustandes kam der 22-Jährige daraufhin ins Krankenhaus.

Rechte Demo in Dortmund wegen Festnahme eines Aachener Neonazis verboten

Die gestrige Festnahme eines Neonazis in Aachen hat dazu geführt, dass die Polizei eine für Samstag geplante rechte Demo in Dortmund verboten hat. Der Grund: Angst vor einem Bombenanschlag. Der 19-jährige aus der Kameradschaft Aachener Land sitzt in Untersuchungshaft, weil er im Verdacht steht, Sprengsätze gebaut zu haben. Die Ermittlungsergebnisse wurden von der zuständigen Staatsanwaltschaft Berlin nach Dortmund weitergeleitet. Demnach soll der Mann offenbar Verbindungen zur Neonazi-Szene in Dortmund haben. Deshalb könnte es auch sein, dass er Sprengkörper an andere weitergegeben hat.

Stolberger Mordprozess muss nochmal neu anfangen

Der Prozess um den Mord an einer 18-jährigen Schwangeren aus Stolberg muss neu aufgerollt werden. Einer der Schöffen soll befangen sein. Er ist nämlich ein Bekannter der Familie des Angeklagten: er arbeitet mit dem Vater zusammen. Der Prozess wurde heute abgebrochen; der Schöffe ist nicht mehr für die Verhandlung zugelassen. Das Aachener Landgericht bemüht sich nun einen Ersatz für ihn zu finden. Am Montag soll der Prozess dann neu beginnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 21-jährigen Angeklagten vor seine schwangere Ehefrau im März bei einem Streit erwürgt zu haben.

Erneut Säure-Attacke in Aachen?

In Aachen hat es in der vergangenen Nacht offenbar erneut einen Buttersäure-Anschlag gegeben. Diesmal auf ein Hotel in der Friedlandstraße. Es war in den vergangenen Monaten in die Schlagzeilen geraten, weil es an die NPD verkauft werden sollte. Unbekannte hatten die Glastür zerstört und dann eine übel riechende Flüssigkeit in die Innenräume gebracht. Erst in der letzten Woche hatte es einen ähnlichen Anschlag auf ein Restaurant am Bahnhofsplatz gegeben. Auch ein Vorfall im Juni in der Rommelsgasse könnte womöglich auf das Konto der selben Täter gehen. Damals hatten Unbekannte die Außenbestuhlung einer Gaststätte mit einem übel riechenden Klebstoff überzogen.

Ärger um Kleingärten im Aachener Norden

In Aachen gibt es Ärger um die Neugestaltung des Stadtviertels „Aachen Nord“. Die Fraktion „Die Linke“ und Anwohner kritisieren den geplanten Wegfall von Kleingärten. Vorgesehen ist, dass das Gebiet zwischen Jülicher Straße und Wurm neu bebaut wird. Dadurch würde aber eine Kleingartenanlage mit 12 Parzellen wegfallen. Außerdem sind neue Wege zur Wurm geplant; dadurch müssen weitere 32 Kleingarten-Parzellen weichen. Die Partei „Die Linke“ wirft der Verwaltung jetzt vor, an den Anwohnern vorbei zu planen. Laut der Stadt sind die geplanten Neuerungen aber wichtig, weil unter anderem die KITA Wiesental erweitert werden soll. Die Verwaltung hatte in einer Beschlussvorlage angekündigt, den Dialog mit den Kleingärtnern fortzuführen.

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