Aachener Landgericht

Zentis Erpresser vor Gericht

Vier Monate nachdem er den Marmeladen-
Produzenten Zentis erpresst hat, steht der mutmaßliche Täter heute vor dem Aachener Landgericht.
Laut Staatsanwaltschaft wollte der Mann mit vergifteter Marmelade die Zahlung von 500.000 Euro erzwingen. Er hatte gedroht, diese Marmelade in Supermarktregale zu schmuggeln. Um den Ernst seiner Drohung zu untermalen, soll er dem Unternehmen zunächst drei Proben geschickt haben. Zentis hatte daraufhin Teilbeträge auf ein vom Erpresser angegebenes Konto gezahlt. Eine Woche nach den Drohbriefen wurde der 27-jähirge von der Polizei geschnappt. Jetzt steht er wegen «schwerer räuberischer Erpressung vor Gericht.

JVA Ausbruch: Sechsjähriger leidet an einem Trauma

Durch die Flucht der beiden Aachener JVA-Ausbrecher Heckhoff und Michalski hat offenbar auch ein erst sechs Jahre altes Kind ein Trauma erlitten. Der Junge sei in psychiatrischer Behandlung, erklärten am Donnerstag seine Eltern im Prozess gegen die beiden Ausbrecher vor dem Aachener Landgericht. Der Angeklagte Peter Paul Michalski war während seiner Flucht in die Wohnung der Familie eingedrungen, um sich hier zu verstecken.
Der 42jährige Familienvater aus Mülheim an der Ruhr hatte es jedoch geschafft, den wegen Mordes verurteilten Aachener Schwerverbrecher zu vertreiben. Der aus dem Irak stammende Mathematiker erklärte allerdings, dass sein kleiner Sohn die Szenerie mit ansehen musste. Unter anderem habe der Sechsjährige gesehen, dass der fremde Mann in der Wohnung eine Pistole bei sich gehabt habe. Seitdem habe das Kindergarten-Kind Angst, wenn es an der Tür klingeln würde. Wie lange er noch in therapeutischer Behandlung bleiben müsste, sei unklar.

Prozess gegen Heckhoff und Michalski ist unterbrochen worden

Am Aachener Landgericht ist der Prozess gegen die beiden JVA-Ausbrecher Michalski und Heckhoff unterbrochen worden. Es muss zunächst untersucht werden, ob Michalski verhandlungsfähig ist. Der 46- Jährige klagt über Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und Schwindel – ausgelöst durch Isolationshaft, so der Verteidiger des Schwerverbrechers. Er könne dem Prozess deshalb nur sehr eingeschränkt folgen. Ob und wie viele Stunde Michalski künftig an einem einzelnen Prozesstag teilnehmen kann, soll jetzt ein psychiatrisches Gutachten klären. Die für heute geladenen Zeugen wurden nach hause geschickt, sie sollen zu einem späteren Zeitpunkt vernommen werden.

Tag 3: Zeugen sagen vor LG Aachen aus

Mit mehreren Zeugenaussagen ist heute am Aachener Landgericht der Prozess um den Ausbruch der beiden Schwerverbrecher Heckhoff und Michalski fortgesetzt worden. Der mitangeklagte JVA-Beamte und mutmaßliche Fluchthelfer entschuldigte sich dabei bei einem Kollegen, der bei dem Ausbruch überwältigt, gefesselt und geknebelt worden war. Der 57jährige leidet noch heute unter den Folgen der Tat. Er habe Schlafstörung, sei bis heute arbeitsunfähig und befände sich in therapeutischer Behandlung, erklärte der Kollege des mitangeklagten Fluchthelfers. Besonders getroffen habe ihn, dass ein Beamter den beiden Schwerverbrechern bei der Flucht geholfen habe. Die Arbeit in einer Haftanstalt basiere auf Vertrauen, er habe das Vertrauen in seine Kollegen verloren. Es sei unfassbar, dass der 40jährige so mit dem Leben seiner Kollegen gespielt habe. Die Entschuldigung des Angeklagten wollte er nicht annehmen. Marc Pesch, Aachen.

Urteil im Boere-Prozess soll heute fallen

Heute soll vor dem Aachener Landgericht einer der letzten Kriegsverbrecherprozesse zu Ende gehen. Angeklagt ist der 88-jährige Heinrich Boere. Er hatte vor Gericht gestanden, 1944 drei Zivilisten in den Niederlanden erschossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft fordert wegen dreifachen Mordes lebenslange Haft. Die Verteidigung plädiert auf eine Einstellung des Verfahrens. Denn Boere war bereits 1947 in Amsterdam verurteilt worden. Boere hat die Haftstrafe aber nie verbüßt. Trotzdem dürfe er nicht noch mal verurteilt werden, meinen die Verteidiger. Bei einem Schuldspruch müssten Mediziner den 88-Jährigen erst für haftfähig erklären.

Keine Aussage im Boere-Prozess

In dem so genannten Boere-Prozess vor dem Aachener Landgericht hat sich der ehemalige SS-Mann nicht zu den ihm zur Last gelegten weiteren sieben Mordfälle geäußert. Der Grund: die angeforderten Unterlagen seien nicht rechtzeitig da gewesen, so die Verteidigung. Nun will Boere am kommenden Dienstag aussagen. Er ist bisher wegen dreifachen Mordes angeklagt. Er soll im Sommer 1944 als Angehöriger eines Sonderkommandos in den Niederlanden drei Männer erschossen zu haben. Der 88-jährige hat diese Taten bereits gestanden, beruft sich aber auf den Befehlsnotstand.

Keine Aussage im Boere-Prozess

In dem so genannten Boere-Prozess vor dem Aachener Landgericht hat sich der ehemalige SS-Mann nicht zu den ihm zur Last gelegten weiteren sieben Mordfälle geäußert. Der Grund: die angeforderten Unterlagen seien nicht rechtzeitig da gewesen, so die Verteidigung. Nun will Boere am kommenden Dienstag aussagen. Er ist bisher wegen dreifachen Mordes angeklagt. Er soll im Sommer 1944 als Angehöriger eines Sonderkommandos in den Niederlanden drei Männer erschossen zu haben. Der 88-jährige hat diese Taten bereits gestanden, beruft sich aber auf den Befehlsnotstand.

Wichtige Unterlagen im Boere-Prozess am Aachener Landgericht eingegangen

In dem Mordprozess gegen den früheren SS-Mann Heinrich Boere prüft das Aachener Landgericht nun Vorwürfe von Spionage und schwerem Verrat. Dazu hat das Gericht jetzt Akten aus niederländischen Archiven bekommen. Das sagte heute der Vorsitzende Richter Gerd Nohl. Boere wird vorgeworfen 1944 im niederländischen Widerstand spioniert und mindestens sieben Fluchthelfer ans Messer geliefert zu haben. Der Angeklagte selbst will sich am nächsten Prozesstag zu den neuen Vorwürfen äußern.

Diebesbande vor Gericht

Eine Bande von mutmaßlichen Gelddieben muss sich vor dem Aachener Landgericht verantworten. Die vier Männer werden beschuldigt, 26 Geldautomaten aufgebrochen zu haben.
Die Automaten waren meist nicht frei zugänglich - sie standen in Bau- und Supermärkten oder Kaufhäusern. Einmal dort angelangt wurden die Automaten zum Beispiel mit Hilfe einer Flex aufgebrochen. Zwischen Juli 2008 und April 2009 haben die mutmaßlichen Täter auf diese Art insgesamt rund 1,3 Millionen Euro erbeutet. Sie waren unter anderem in der Städteregion oder auch im Kreis Heinsberg unterwegs. Im Sommer konnten sie dann von der Polizei bei einem erneuten Einbruchversuch geschnappt werden. Das Urteil in dem Prozess wird erst im März erwartet.

Verbrecherpaar aus Alsdorf verurteilt

Das Aachener Landgericht hat das selbsternannte „Bonnie und Clyde“ Verbrecherpaar aus Alsdorf verurteilt. Der 32-jährige Mann muss für vier Jahre ins Gefängnis. Seine mitangeklagte Ex-Freundin kam mit einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren davon. Den beiden wird zur Last gelegt für eine Serie von Einbrüchen im Alsdorfer Raum verantwortlich gewesen zu sein. Das Paar war unter anderem in das SPD-Büro in Alsdorf eingestiegen.

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