Mit mehreren Zeugenaussagen ist heute am Aachener Landgericht der Prozess um den Ausbruch der beiden Schwerverbrecher Heckhoff und Michalski fortgesetzt worden. Der mitangeklagte JVA-Beamte und mutmaßliche Fluchthelfer entschuldigte sich dabei bei einem Kollegen, der bei dem Ausbruch überwältigt, gefesselt und geknebelt worden war. Der 57jährige leidet noch heute unter den Folgen der Tat. Er habe Schlafstörung, sei bis heute arbeitsunfähig und befände sich in therapeutischer Behandlung, erklärte der Kollege des mitangeklagten Fluchthelfers. Besonders getroffen habe ihn, dass ein Beamter den beiden Schwerverbrechern bei der Flucht geholfen habe. Die Arbeit in einer Haftanstalt basiere auf Vertrauen, er habe das Vertrauen in seine Kollegen verloren. Es sei unfassbar, dass der 40jährige so mit dem Leben seiner Kollegen gespielt habe. Die Entschuldigung des Angeklagten wollte er nicht annehmen. Marc Pesch, Aachen.
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