Belgien

Könnte Ostbelgien künftig wieder zu Deutschland gehören?

Was passiert mit der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, wenn sich die Regionen voneinander abspalten? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Politiker in Eupen. Sie überlegen, wie sie politisch damit umgehen sollten. Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz sagte dem Nachrichtenmagazin Focus, es gebe hypothetisch drei Möglichkeiten. Die Rückkehr nach Deutschland, eine Anbindung an Luxemburg oder ein unabhängiger Kleinstaat a la Liechtenstein. Die Regierung Belgiens war am Sprachenstreit gescheitert. Auch nach der vorgezogenen Parlamentswahl ist die Forderung nach einer unabhängigen Region Flandern präsent. Das würde ebenfalls für die Deutschsprachige Gemeinschaft Veränderungen mit sich bringen.

Nationalfeiertag in Belgien

Unsere Nachbarn in Belgien feiern heute den Nationalfeiertag. König Albert II. hielt aus diesem Anlass eine Rede: Inhalt war unter anderem die aktuelle Regierungssituation in seinem Land. Er unterstütze eine Staatsreform, die den Regionen mehr Rechte geben soll. Eine solche Reform ist einer der Knackpunkte bei den gerade laufenden Koalitionsverhandlungen über eine neue Regierung. Der König rief zugleich dazu auf, den Sprachenstreit zu regeln – dieser hatte zum Sturz der Regierung und vorgezogenen Wahlen geführt. Mehr als fünf Wochen hach der Parlamentswahl ist bei der Suche nach einer tragfähigen Koalition noch kein Ende abzusehen.

Parlamentswahl in Belgien

Unsere Nachbarn in Belgien haben gewählt – und die Regierungsbildung dürfte schwierig werden. Denn die flämischen Nationalisten der N-VA wurden zur stärksten Kraft und stellen rund ein Fünftel der 150 Abgeordneten im neuen Parlament. Bei der Regierungsbildung wird Parteichef Bart De Wever nun mitbestimmen. Die Verhandlungen werden aber wohl schwierig, denn De Wever tritt offen für einen selbstständigen Staat Flandern und damit letztlich für eine Spaltung Belgiens ein. Bei der Senatswahl in den deutschsprachigen Kantonen Eupen und St. Vith hat Ecolo, also die Grünen, die meisten Stimmen bekommen. Direkt dahinter kommen die christlich soziale Partei CDH und die liberale MR.

Camp Hitfeld könnte Solarpark werden

Auf dem brach- liegenden Gelände des ehemaligen Camp Hitfeld könnte bald ein Solarpark entstehen. Diese Pläne hat die Stadt Aachen jetzt vorgestellt.

Zugverbindungen von Aachen nach Belgien sollen besser werden

Die Zugverbindungen von Aachen nach Belgien sollen besser werden. Der Verkehrsausschuss der Städteregion Aachen hat jetzt über ein entsprechendes Konzept beraten. Denn wer mit dem Zug von Aachen aus mit den belgischen Intercity Zügen fahren möchte, der hat es nicht einfach. Erstens fahren die belgischen Züge nicht nach Deutschland durch, sondern enden in Eupen. Und zweitens kann man am Aachener Hauptbahnhof kein Ticket ziehen, dass in den belgischen Zügen gültig ist. Das soll sich bald aber ändern. Die belgischen Verkehrsunternehmen sind von der Idee allerdings nicht begeistert. Sie befürchten unter anderem eine Konkurrenzsituation zum Thalys. Ende April berät der Städteregionsauschuss erneut über das Thema.

Familiendrama in Belgien

Bei einem Familiendrama im belgischen Riemst, in der Nähe von Maastricht, sind gestern drei Menschen ums Leben gekommen. Der Mann erschoss zuerst seinen Sohn, dann einen Polizisten. Er selbst wurde bei einem Schusswechsel mit der Polizei tödlich von einer Kugel getroffen. Der Mann soll von Waffen besessen gewesen sein, heißt es jetzt von offiziellen Stellen. Zwar war er nicht als Waffenbesitzer registriert. Allerdings war er vor einigen Jahren schon einmal in einen Vorfall mit Pistolen verwickelt gewesen. Darauf hin waren ihm offenbar einige Waffen weggenommen worden. Das Motiv des Täters waren wohl familiäre Gründe. Er schoss auch auf seine Ex-Frau, von der er sich vor rund zwei Jahren hatte scheiden lassen. In ihrem Haus hatte sich der Mann eingeschlossen. Ein Spezialkommando der Polizei stürmte die Wohnung. Dort war es zu dem tödlichen Schusswechsel gekommen.

Grenzüberschreitende Fahndung nach Sexualstraftäter

Die Aachener Polizei beteiligt sich an einer Fahndung nach einem Sexualstraftäter, der mehrere Frauen – unter anderem auch in Aachen- vergewaltigt haben soll. Deutsche, niederländische und belgische Behörden suchen den Mann.
Seit 19 Jahren ist er mit mehreren Methoden unterwegs. Bei sieben Vergewaltigungen sind sich die Beamten sicher, dass sie auf sein Konto gehen. Dort haben sie die DNA des Mannes sichergestellt. Meist stieg er in Wohnungen, Studentenheimen oder auch Altenpflegeheime ein. Unter anderem war er in Aachen, Köln, Bonn und im Raum Eupen unterwegs. Neben den Vergewaltigungen hat er zahlreiche Frauen sexuell belästigt. In rund 60 Fällen gilt er als Verdächtiger. Die Opfer haben den Mann bisher immer unterschiedlich beschrieben, so konnte die Polizei kein einheitliches Phantombild erstellen. Das Auffällige an ihm, sei das unauffällige, so eine Kriminalbeamtin.

Deutsche und belgische Polizei suchen Mörder

Die belgische und die deutsche Polizei fahnden im belgischen Grenzgebiet nach einem Mörder. Der Mann soll ein junges Paar in Brand gesetzt haben. Die verkohlten Leichen des Pärchens waren am Wochenende in einem ausgebrannten Auto bei Hasselt gefunden worden. Die Obduktion ergab, dass die 18-jährige und ihr 22-jähriger Freund erschossen wurden. Die Gründe für die Tat sind bislang unklar.

Eschweiler Pferdequäler macht ostbelgischen Tierschützern Sorgen

Der wegen Tierquälerei verurteilte Landwirt aus Eschweiler macht nun ostbelgischen Tierschützern Sorgen. Er hält auf einer Weide in Baelen mehrere Pferde. In Krauthausen hatte der 72-jährige gemeinsam mit seiner Tochter Pferde unter unwürdigen Bedingungen gezüchtet. Im vergangenen Jahr wurde er in Aachen zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, weil er einem abgemagerten Tier mit einem Hammer den Schädel eingeschlagen hatte. In Deutschland darf der Mann zwar keine Tiere mehr halten. Jetzt wurden nach Angaben der Tierschutzvereinigung Obit auf seinen Wiesen in Baelen aber ähnliche Beobachtungen gemacht, wie damals in Krauthausen: abgemagerte Pferde, die auch bei Kälte Tag und Nacht unter freiem Himmel stehen und zu wenig Futter bekommen. Nachdem die ersten Berichte darüber auftauchten, verschwanden die Tiere nach und nach vor der Wiese.

Aachener SPD kritisiert Laufzeitverlängerung für AKW Tihange

Die Aachener SPD will eine Resolution gegen das belgische Kernkraftwerk Tihange in den Stadtrat einbringen. In der Kritik steht die geplante Laufzeitverlängerung des AKW. So soll es nicht wie bisher vorgesehen 2015 vom Netz gehen, sondern erst im Jahr 2025. Die SPD befürchtet aber, dass es zu Störfällen kommen kann, weil das Kraftwerk zu alt ist. Diese Störfälle würden dann auch Aachen betreffen, weil sie meist mit einem Austritt von Radioaktivität einhergehen, so die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion, Heike Wolf. Das Atomkraftwerk Tihange ist über 30 Jahre alt. Es liegt etwa 25 Kilometer südwestlich von Lüttich.

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