Nachrichten Euregio

Polizei verweigert 30 Fussball-Fans die Ausreise nach Belgien

Bei Grenzkontrollen in Aachen hat die Bundespolizei bisher rund 30 gewaltbereiten Fussball-Fans die Ausreise untersagt. Sie wollten zum EM- Qualifikationsspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach Brüssel. Insgesamt kontrollierten die Beamten an den Grenzübergängen zu den Niederlanden und Belgien sowie an den Bahnhöfen rund 1000 Fans. Dabei stellte die Polizei Baseballschläger, Knallkörper und pyrotechnisches Material wie bengalische Fackeln sicher. Die Kontrollen sollten bis in den Abend andauern.

Drei Babyleichen in Geleen gefunden

Drei Baby-Leichen beschäftigen derzeit die niederländische Polizei in Geleen bei Maastricht. Eine 41-jährige Frau steht im Verdacht, die Neugeborenen getötet zu haben. Ermittler fanden die Leichen in einem Schuppen und im Garten hinter dem Haus der Frau. Mindestens eins der drei Kinder soll sie selbst zur Welt gebracht haben. Ob auch die anderen zwei Babys ihre eigenen waren, wird noch untersucht. Bereits am vergangenen Freitag war das erste tote Neugeborene in dem Schuppen gefunden worden. Daraufhin hatten die Ermittler das gesamte Grundstück durchsucht.

Missbrauchsfälle in Kerkrader Internat vielleicht bald vor Gericht

Die Fälle von sexuellem Missbrauch in einem katholischen Jungen-Internat in Kerkrade könnten bald vor Gericht kommen. Damit hat der Anwalt der Opfervertretung „Mea Culpa“ gedroht. Im niederländischen Fernsehen sprach er über die Vorfälle. Insgesamt vertrete der Anwalt 39 ehemalige Schüler des Internats. Das Beweismaterial belaste 15 Franziskaner-Brüder, die an der Schule unterrichtet haben – drei von ihnen leben noch. In einem Brief forderte der Anwalt das katholische Internat zu Schuldbekenntnissen auf. Die Franziskaner und die noch lebenden Brüder müssten das Fehlverhalten eingestehen und Verantwortung übernehmen. Wenn sie das nicht tun, ziehe man vor Gericht. Der Anwalt schätzt den Schadenseratzanspruch je Opfer auf ein paar hunderttausend bis zu mehreren Millionen Euro.

Regierungsbildung in Belgien in der Krise

Die Regierungsbildung in unserem Nachbarland Belgien gestaltet sich extrem schwierig. Zehn Wochen nach der Parlamentswahl sind die Verhandlungen in eine schwere Krise geraten. Der frankophone Sozialistenchef Elio di Rupo ist eigentlich mit der Aufgabe betraut, die Suche nach einer Koalition zu leiten. Er wollte gestern aber aufgeben. Die unterschiedlichen Positionen seien nicht miteinander vereinbar“, sagte er. Belgiens König Albert, der zweite will di Rupo aber nicht von seiner Aufgabe entbinden. Der Versuch eine Mehrheit im Parlament zu finden, droht am Streit zwischen den französisch sprechenden Wallonen und den niederländisch sprechenden Flamen zu scheitern. Ein 10-stüdiger Verhandlungsmarathon brachte kein Ergebnis. Umstritten ist weiterhin der Status der flämischen Gemeinden in Großraum Brüssel, in denen viele Frankophone wohnen. Diese Frage hatte bereits zum Sturz der Vorgängerregierung geführt.

IHK gegen anonyme Bewerbungen

Die IHK in Aachen ist gegen anonymisierte Bewerbungen. Persönliche Daten wie Alter, kultureller Hintergrund und Photo seien wichtig, um Stellen bestmöglich zu besetzen, heißt es. Einige große deutsche Firmen, wie die deutsche Post oder Siemens, haben sich bereit erklärt, Bewerbungen nur anhand der Berufsqualifikation auszusuchen. Damit soll geprüft werden, welchen Einfluss persönliche Daten, wie Alter oder Geschlecht, bei der Stellenbesetzung haben. Die IHK Aachen ist aber der Meinung, dass die mittelständischen Betriebe, die sie vertritt, ein solches Risiko nicht eingehen können. Sie müssten sicher sein, den besten Bewerber auszusuchen, weil Fehlentscheidungen bei kleinen Betrieben um einiges schädlicher sind als bei großen Firmen. Dazu seien neben der Berufsqualifikation auch persönliche Daten notwendig.

Geheime Akten über Marc Dutroux im Netz

In unserem Nachbarland Belgien sorgt die Veröffentlichung von geheimen Akten über den Kinderschänder Marc Dutroux für Ärger. Wie belgische Medien berichten, handelt es sich bei den Dokumenten um Aussagen des verurteilten Mörders und vertrauliche Berichte von Zeugen. Außerdem enthalten die Akten zum Teil auch Adressen und Telefonnummern. Jetzt bestehe Gefahr, dass diese Zeugen in der Öffentlichkeit bloß gestellt werden, so der verantwortliche Staatsanwalt in Lüttich. Veröffentlicht wurden die Akten auf Wikileaks. Die Seite hatte zuletzt für Furore gesorgt, als sie im Juli geheime Militärdokumente aus Afghanistan veröffentlichte.

BUND-Protest gegen Ausweitung des Tagebaus

Mit einer Fahrraddemo protestieren Umweltschützer heute gegen den Braunkohletagebau in Erkelenz-Borschemich. Organisiert ist die Aktion vom BUND. Die Fahrrad-Demo ist Teil eines Klimacamps, das derzeit im Abbaugebiet Garzweiler stattfindet. Rund 100 Teilnehmer wollen so ihren Unmut über den Braunkohleabbau zum Ausdruck bringen. Sie kommen aus Deutschland, Osteuropa und Afrika. Vor der Abbruchkante des Braunkohlegebiets Garzweiler 2 haben sie ein Dorf aus Zelten errichtet. Damit fordern sie eine politische Auseinandersetzung mit dem Thema Klimawandel und Braunkohletagebau.

Todesfall in Wegberger Kneipe geklärt

Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach hat den Tod eines 35-jährigen Kneipenbesuchers in Wegberg aufgeklärt. Die Ergebnisse der Obduktion liegen vor. Außerdem sind Zeugen vernommen worden, die sich auch in dem Lokal aufgehalten haben.Der 35-jährige Tote soll demnach am Sonntagabend stark angetrunken gewesen sein. Außerdem habe er in der Kneipe herumgepöbelt, heißt es. Der 54-jährige Gastwirt wollte ihn rauswerfen, der Mann wehrte sich aber und wurde schließlich vom Wirt am Boden festgehalten, bis die Polizei eintraf. Offenbar hatte der Wirt dabei auch auf den Hals und den Kehlkopf des Mannes gedrückt. Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautet jetzt auf Körperverletzung mit Todesfolge und fahrlässige Tötung.

Grenzübergang Aachen-Vaals soll schöner werden

Der Grenzübergang Aachen-Vaals muss verschönert werden. Das fordert die SPD-Fraktion in der Bezirksvetretung Laurensberg. Zwar würde der Grenzübergang sowieso neu gestaltet – das würde aber noch einige Zeit dauern. Deshalb solle so schnell es geht gehandelt werden, heißt es in einem Antrag. Das heruntergekommene, frühere Zollhaus müsse von Plakaten befreit und grundlegend gesäubert werden. Ein herrenloser Imbisswagen, der seit Monaten vor dem Zollhaus steht, soll ebenfalls verschwinden. Um den Grenzübergang wieder schöner zu gestalten schlägt sie SPD vor, das Zollhaus für Graffitikünstler frei zu geben. Sie könnten die Wände künstlerisch gestalten. Über den Antrag soll nach der Sommerpause entschieden werden.

Ausfall von Radaranlage führt zu Flugverspätungen

Weil in Maastricht eine Radaranlage ausgefallen ist, hat es am Freitag erhebliche Störungen im europäischen Flugraum gegeben. Es gab mehr als 700 Verspätungen von etwa 45 Minuten. Betroffen waren Flüge die über die Region fliegen wollten, auch in nördlichere Länder. Der Ausfall der Radaranlage führte dazu, dass das die Flugsicherungsbehörde in Brüssel Flüge in einer Höhe über 7.500 Metern untersagte. Der Schaden war bis zum Abend aber behoben. Die Anlage in Maastricht überwacht täglich rund 5.500 Flüge.

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