Gutachter

Weiterer Gutachter im Pier Prozess befangen

Im Prozess um den ehemaligen Chefarzt der Wegberger St. Antonius-Klinik, Pier, ist jetzt der zweite Gutachter für befangen erklärt worden. Damit folgen die Richter einem Antrag der Verteidigung. Die Anwälte hatten damit argumentiert, dass der Gutachter einer Zeitung ein Interview gegeben hatte. Dadurch konnte der Eindruck entstehen, dass der Sachverständige sich bereits ein Urteil gebildet hatte, sagten jetzt die Richter. Jetzt wird ein neuer Gutachter gesucht. Der Prozess wird Ende August fortgesetzt. Dann geht es um den Fall einer Patienten die gestorben ist, weil Pier ihr angeblich bei einer OP zu spät oder zu wenig Blutkonserven verabreicht hat.

Landgericht Mönchengaldbach lehnt Gutachter im Pier-Prozess ab

In dem so genannten Pier-Prozess hat das Mönchengladbacher Landgericht einen Gutachter abgelehnt. Damit gab das Gericht einem Befangenheitsantrag der Verteidigung statt. Das Gericht gab zu, dass das Misstrauen gegenüber dem Sachverständigen gerechtfertig sei, da er in seinen Beurteilungen die Behandlungsmethoden von Pier massiv kritisiert hatte. Nun muss ein neuer Gutachter bestellt werden. Pier hatte die Wunden seiner Patienten mit Zitronensaft behandelt. Der ehemalige Chefarzt soll für den Tod von sieben Patienten verantwortlich sein. Außerdem ist er wegen mehr als 60 Fälle von Körperverletzung angeklagt. Pier wird sich dazu auch weiterhin vor Gericht verantworten müssen. Unterdessen wurde aber heute das Verfahren gegen einen mitangeklagten Arzt gegen eine Geldauflage von 1.000 Euro eingestellt.

Eventuell neue Windanlagen für Aachen

In Aachen könnten vielleicht bald noch mehr Windkraftanlagen gebaut werden. Gutachter haben das Vorhaben jetzt untersucht. Das Ergebnis: Im Aachener Norden könnten bis zu sieben neue Windräder entstehen. Bisher gibt es im gesamten Stadtgebiet bereits 11. Die Gutachter haben zum Beispiel die Auswirkungen neuer Anlagen auf die Tierwelt geprüft. Vögel seien aber nicht gefährdet. Außerdem beschäftigte sich das Gutachten mit der Lärmbelästigung durch Windräder. Demnach wäre zum Beispiel das Gewerbegebiet Avantis als Standort geeignet. Bevor aber konkret über Standorte entschieden wird, muss es noch weitere Untersuchungen geben.

Kinderschänder aus der Region erhält nachträgliche Sicherungsverwahrung

Ein 68-jähriger Kinderschänder aus der Region muss nachträglich in Sicherungsverwahrung. Das hat das Aachener Landgericht entschieden. Der Mann sei in seiner Persönlichkeit gestört und deswegen seien weitere Taten zu befürchten, entschied das Gericht. Gutachter hatten den Mann als Hochrisiko-Täter eingestuft. Vor 15 Jahren hatte der Angeklagte ein sechsjähriges Mädchen in ein Waldstück bei Nörvenich gelockt und es sexuell missbraucht. Anschließend gewürgte er das Kind, bis er glaubte, das es tot sei. Ein Jogger hatte das verstörte Mädchen am nächsten Morgen gefunden. Der heute 68-Täter konnte damals rasch festgenommen werden. Die Beweislage war 1995 eindeutig, so das aktuellen Urteil. Die Verteidigung kündigte Revision an.

Gutachter belasten ehemaligen Chefarzt der Antoniusklinik

Im Prozess um den Wegberger Klinik Skandal hat ein Gutachter den ehemaligen Chefarzt Pier schwer belastet. Nach Ansicht des Sachverständigen hat Pier bei einer 80 Jahre alten Frau falsche Diagnosen gestellt und mehrere Behandlungsfehler gemacht. Die Operationstechnik des ehemaligen Chefarztes sei nicht auf dem neuesten Stand, so der Gutachter. Die Anklage wirft Pier unter anderem vor, einen Teil des Darms der Frau zu früh entnommen zu haben. Der Gutachter war der Meinung, als es der Frau schlechter ging, hätte sie mindestens einen Tag früher operiert werden müssen. Pier muss sich unter anderem wegen Körperverletzung mit Todesfolge und fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten.

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