Nachrichten Jülich

Forschungszentrum Jülich will Tragödien wie bei der Loveparade verhindern

Wie viele Besucher waren eigentlich auf der Loveparade am Samstag? Diese Frage scheint immer noch nicht endgültig geklärt. Mit einem neuen Computersystem aus Jülich sollen künftig solche Unsicherheiten der Vergangenheit angehören. Wissenschaftler des Forschungszentrums entwickeln derzeit dieses System. Es soll Einsatzkräfte bei Großveranstaltungen unterstützen, indem es minutenschnell Informationen über Besucherzahlen und Besucherströme übermittelt. Dadurch wird nicht nur die Arbeit der Einsatzkräfte erleichtert, die Veranstaltungen werden auch sicherer. Denn Polizei und Feuerwehr sehen so genau, wo es zu Problemzonen kommen kann und sie können gezielt reagieren.

Erster Atommülltransport aus Jülich in Ahaus angekommen

Jetzt ist der erste Atommüll aus Jülich im Zwischenlager Ahaus angekommen. Die Fuhre bestand aus Schrott, Schutt und Kabeln – alles schwach strahlender Abfall. Mit den Brennelementen aus Jülich hatte der Transport aber nichts zu tun. Kernkraftgegner planen nun am Wochenende Protestaktionen in Ahaus. Am Sonntag ist ein Treffen vor dem Lager geplant. In den nächsten Jahren sollen nun öfter solche Transporte in Ahaus ankommen. Spätestens in zehn Jahren soll der radioaktive Müll dann in das Endlager Schacht Konrad gebracht werden.

Mehr Falschgeld auch in der Region

Auch in unserer Region taucht zunehmend Falschgeld auf. Statistische Berechnungen gehen davon aus, dass auf 10. 000 Einwohner etwa 8 Blüten verteilt sind. Für die Kreise Heinsberg, Düren und die Städtregion wären das gut 650 Blüten. 2 von 3 dieser Scheine ist ein falscher 50 Euro Schein. Er taucht besonders häufig auf. Die Polizei Aachen registrierte im ersten Halbjahr dieses Jahres gut 320 Blüten. Das deckt sich mit Berechnungen der Bundesbank. Diese hatte am Morgen bekanntgegeben, dass bundesweit die Zahl der gefundenen falschen Euro-Noten zunimmt. Mehr dazu gleich hier bei Antenne AC.

Serienvergewaltiger aus der Eifel wird angeklagt

Der Mann, der fast 20 Jahre lang Frauen im Dreiländereck vergewaltigt haben soll, wird sich vor Gericht verantworten müssen. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" schreibt, wird die Staatsanwaltschaft Düsseldorf Anklage erheben. Dies hatte sie bereits vor mehreren Monaten angekündigt.
Wie es in dem Bericht heißt, soll der Mann im Verhör mehr als 300 Taten zugegeben haben, allerdings beschränkt sich die Anklage wohl auf 9 Fälle, um das Verfahren zu beschleunigen. Der heute 45 jährige hatte immer wieder versucht sich an der Haustür als Behinderter auszugeben, um sich so den Frauen zu nähern.

Unwetterwarnung ist aufgehoben

Kurz aber heftig war das Unwetter, das heute Mittag über die Städteregion Aachen gebraust ist. Es hat etliche Schäden gegeben. Nach letztem Stand wurden 8 Menschen in unserer Region verletzt. Eine 49-jährige aus Herzogenrath musste ins Krankenhaus gebracht werden, weil ein Baum direkt auf ihr Auto gefallen war. Über 90 Minuten lang musste die Feuerwehr die verletzte Frau bergen. Die Stadt Aachen meldet viele Schäden an den Bäumen in der Stadt. Und auch für Autofahrer gab es gravierende Probleme. Der Sturm hat Äste, Zweige und ganze Bäume etwa auf die A44 geworfen. Im Süden der Region und der Eifel war das Unwetter offenbar weniger schlimm als befürchtet. Nach wie vor ist aber der Bahn-Verkehr in der Region nur eingeschränkt unterwegs.

Supercomputer aus Jülich ist besonders umweltfreundlich

Der umweltfreundlichste Supercomputer steht in Jülich und heißt QPACE. Das geht aus einer offiziellen Liste des ernergie-effizientesten Supercomputer hervor. Mitte 2009 wurde QPACE sowohl am Forschungszentrum Jülich als auch in Wuppertal in Betrieb genommen. Zum zweiten Mal in Folge führt er die Green 500 Liste an. In den letzten Jahren spielt die Energieeffizienz der Supercomputer eine immer größere Rolle. Denn je schneller sie wurden, umso mehr Strom haben sie verbraucht. Auf der Liste für die schnellsten Rechner liegt QPACE allerdings nur auf Platz 131.

Proteste gegen Transport von Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich

Atomkraftgegner demonstrieren heute mit einer symbolischen Zugfahrt gegen den geplanten Atommülltransport nach Ahaus. Mit der Ruhrtalbahn geht es von Aachen über Jülich nach Düren. Die Auftaktkundgebung ist um 11 Uhr am Jülicher Bahnhof. Danach geht es zum Forschungszentrum. Die Abschlusskundgebung ist für den späten Mittag geplant. Im März war der Castortransport vom FZ Jülich nach Ahaus genehmigt worden. Der Atommüll kommt aus einem alten Forschungsreaktor. Rund 150 Castorbehälter sollen transportiert werden, weil die Lagerung in Jülich bis Mitte 2013 befristet ist.

Atmosphärenforscher wollen Asche-Wolken genauer vorhersagen

Ein europäisches Expertenteam, das an der Vorhersage von Vulkanasche-Wolken arbeitet, bekommt Unterstützung aus unserer Region. Als einziger Deutscher wurde ein Forscher aus Jülich in die Gruppe von internationalen Wissenschaftlern berufen. Die Experten wollen eine Technik entwickeln, um Vulkan-Asche-Wolken rechtzeitig vorhersagen zu können. Man will kurzfristig erkennen, wie weit sich eine Aschewolke ausbreitet und ob sie den Flugverkehr behindert. Realisieren sollen das Ganze spezielle Sensoren, die an Flugzeugen angebracht werden.
Diese können dann auf Linienflügen Aschepartikel in der Luft erfassen. So wird sichtbar, wie viel Asche am Himmel ist und welche Flüge dadurch gestört werden.
Die Flugzeuge könnten dann frühzeitig aus Gefahrenzonen gelotst werden. Sind die Forscher erfolgreich, dann könnten Ausfälle wie beim Vulkanausbruch in Island bald der Vergangenheit angehören.

Fahranfänger durchpflügt Kreisverkehr

Ein 19-jähriger Mann hat gestern auf einer Landstraße bei Jülich die Kontrolle über sein Auto verloren - und erheblichen Schaden in einem Kreisverkehr angerichtet. Weil er nach Polize

Skimming-Fall in Düren verhindert

Ein aufmerksamer Wachmann hat in Düren offenbar einen organisierten Betrugsfall in einer Bank verhindert. Ein noch unbekannter Mann hatte zuvor einen manipulierten Kartenschacht an dem Automaten in der Hans-Brückmann-Straße montiert. Diese Betrugsmasche heißt "Skimming" und beschäftigt die Polizei in ganz Europa immer häufiger. Mit manipulierten Geräten ist es möglich, die Daten auf Bankkarten der Kunden auszulesen - die PIN-Nummer wird dann zusätzlich ausgespäht. Der Täter kopiert sich ein Duplikat der Bank-Karte von arglosen Kunden - und kann somit Konten komplett leerräumen. Der Täter in der Dürener Filiale konnte in letzter Sekunde flüchten. Die Polizei hat aber eine genaue Täterbeschreibung. Der betroffene Automat ist bis auf weiteres außer Betrieb.

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