20 Jahre nach einem tödlichen Gewaltverbrechen muss ein Kölner Ehepaar jetzt ins Gefängnis. Das Aachener Landgericht verurteilte die Eheleute heute wegen gemeinschaftlichen Totschlags. Der Mann muss für fünf Jahre in Haft, seine Frau für viereinhalb Jahre. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die heute 35 Jahre alte Frau und ihr 40 Jahre alter Mann im Dezember 1989 als Jugendliche einen 61jährigen Werkzeugmacher aus Nörvenich erstochen hatten. Dank neuartiger DNA-Untersuchungsmethoden hatte die Polizei dem Ehepaar aus Köln die Tat 20 Jahre nach dem Mord nachweisen können. Der Mann und die Frau waren als Jugendliche kurzzeitig ins Rotlichtmillieu abgerutscht, hatten anschließend jedoch ein bürgerliches Leben geführt und waren Eltern einer Tochter geworden. Der Richter sagte, den genauen Tatablauf habe man nach 20 Jahren nicht mehr rekonstruieren können. Das Opfer habe die beiden damals Jugendlichen in der Nähe des Kölner Hauptbahnhofs aufgelesen und mit seine Wohnung genommen. Als er hier Sex gewollt habe, sei es zu der Tat gekommen. Von einem geplanten Mord könne keine Rede sein.
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