Nachrichten Stolberg

Woolworth-Filialen in der Region bleiben bestehen

Die Woolworth Filialen in der Region sind gerettet. Das haben die neuen Eigentümer der Warenhauskette mitgeteilt. Deutschlandweit müssen nur vier Standorte schließen. Die bei uns sind aber nicht davon betroffen. Die Häuser rund um Aachen werden in den nächsten Monaten umstrukturiert und modernisiert. Es könnte sogar sein, dass weitere Geschäfte dazukommen. Woolworth war vor 15 Monaten Pleite gegangen. In unserer Region gibt es Filialen zum Beispiel in Stolberg und Düren.

Mehr Falschgeld auch in der Region

Auch in unserer Region taucht zunehmend Falschgeld auf. Statistische Berechnungen gehen davon aus, dass auf 10. 000 Einwohner etwa 8 Blüten verteilt sind. Für die Kreise Heinsberg, Düren und die Städtregion wären das gut 650 Blüten. 2 von 3 dieser Scheine ist ein falscher 50 Euro Schein. Er taucht besonders häufig auf. Die Polizei Aachen registrierte im ersten Halbjahr dieses Jahres gut 320 Blüten. Das deckt sich mit Berechnungen der Bundesbank. Diese hatte am Morgen bekanntgegeben, dass bundesweit die Zahl der gefundenen falschen Euro-Noten zunimmt. Mehr dazu gleich hier bei Antenne AC.

Serienvergewaltiger aus der Eifel wird angeklagt

Der Mann, der fast 20 Jahre lang Frauen im Dreiländereck vergewaltigt haben soll, wird sich vor Gericht verantworten müssen. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" schreibt, wird die Staatsanwaltschaft Düsseldorf Anklage erheben. Dies hatte sie bereits vor mehreren Monaten angekündigt.
Wie es in dem Bericht heißt, soll der Mann im Verhör mehr als 300 Taten zugegeben haben, allerdings beschränkt sich die Anklage wohl auf 9 Fälle, um das Verfahren zu beschleunigen. Der heute 45 jährige hatte immer wieder versucht sich an der Haustür als Behinderter auszugeben, um sich so den Frauen zu nähern.

Gewerkschaften noch zögerlich

Die Gewerkschaften in der Region gehen mit großen Erwartungen - aber auch Forderungen - an die Zusammenarbeit mit der neuen rot-grünen Landesregierung. Die Alsdorfer Vertretung der IG Bergbau, Chemie, Energie sagt dazu, die politischen Veränderungen böten Risiken und Chancen. Sorgen macht sich die Gewerkschaft vor Allem um die Arbeitsplätze im Bergbau. Für Vertreter von RWE Power ist unklar, welche Rolle in Zukunft die Braunkohle in der Region spielen wird. Im Koalitionsvertrag werde der Klimaschutz besonders unterstrichen. Zur Braunkohle hätte man sich ein stärkeres Bekenntnis gewünscht, heißt es. Seit gestern sind die 11 Ministerien in NRW besetzt. Der ehemalige Aachener Ratsherr Harry Voigtsberger ist Wirtschaftsminister - und damit auch für den Energiesektor zuständig.

Nach Großbrand: Rauch noch bis zum Wochenende

Bei einem Großbrand in Stolberg-Venwegen eine Scheune vernichtet worden. In dem Gebäude waren große Mengen Stroh gelagert. Nach wie vor brennt auf dem Gelände Stroh, das von der Feuerwehr jetzt über mehrere Tage kontrolliert abgebrannt wird. Nach Feuerwehr-Angaben dauert das mindestens noch bis zum Wochenende.

Stolberger CDU fordert weiteren Ausbau der Euregiobahn

Breinig soll wieder an die Euregiobahn angeschlossen werden – das zumindest fordert die Stolberger CDU. Die Partei will, dass der Streckenabschnitt zwischen Stolberg-Altstadt und Breinig reaktiviert wird und dann bis Raeren in Belgien weitergeht. Deshalb soll es jetzt Gespräche mit dem Aachener Verkehrsverbund und den Nahverkehr Rheinland geben. Auch die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens habe Interesse an der Anbindung, heißt es. Die Reaktivierung von einem Kilometer Bahnstrecke würde wahrscheinlich rund eine Million Euro Kosten.

Sickerwasser fließt weiter in Stolberger Saubach

Das Wasser im Stolberger Saubach wird immer noch schwarz verfärbt. Grund dafür ist Sickerwasser, das auf dem Gelände des Glasfaserherstellers Saint Gobain austritt.
Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis der Saubach wieder völlig klar ist. Das Sickerwasser, das ihn verfärbt, tritt an alten Ladeflächen auf dem Saint Gobain-Gelände aus. Es gibt zwar schon eine Anlage, die das Wasser säubert. Das reicht jedoch nicht aus, um die Farbe völlig rauszukriegen. Stolbergs Bürger müssen sich aber keine Sorgen machen: Der Farbstoff ist ungefährlich. Die natürlichen Säuren sind vergleichbar mit denen, die dem Wasser im hohen Venn seine dunkele Farbe geben. Trotzdem will Saint Gobain jetzt etwas dagegen machen: das Unternehmen plant, das Wasser abzufangen und zu säubern, BEVOR es den Bach erreicht. Wie das technisch möglich ist, steht aber noch nicht fest.

Skimming-Fall in Düren verhindert

Ein aufmerksamer Wachmann hat in Düren offenbar einen organisierten Betrugsfall in einer Bank verhindert. Ein noch unbekannter Mann hatte zuvor einen manipulierten Kartenschacht an dem Automaten in der Hans-Brückmann-Straße montiert. Diese Betrugsmasche heißt "Skimming" und beschäftigt die Polizei in ganz Europa immer häufiger. Mit manipulierten Geräten ist es möglich, die Daten auf Bankkarten der Kunden auszulesen - die PIN-Nummer wird dann zusätzlich ausgespäht. Der Täter kopiert sich ein Duplikat der Bank-Karte von arglosen Kunden - und kann somit Konten komplett leerräumen. Der Täter in der Dürener Filiale konnte in letzter Sekunde flüchten. Die Polizei hat aber eine genaue Täterbeschreibung. Der betroffene Automat ist bis auf weiteres außer Betrieb.

Zugausfälle zwischen Aachen und Stolberg

Bahnreisende im regionalen Zugverkehr von und nach Köln müssen über die Pfingsttage mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Die Teilstrecke Aachen- Stolberg ist wegen Bauarbeiten gesperrt. Es gibt einen Schienenersatzverkehr. Fernzüge werden umgeleitet und fahren zu anderen Zeiten. Bei den Bauarbeiten werden insgesamt 4,5 Kilometer Gleise und 6000 Kubikmeter Schotter ausgetauscht. Außerdem werden im Bahnhof Stolberg 55 Oberleitungsmasten aufgestellt. Komplett ist die Modernisierung der Strecke erst Ende des Monats fertig, ab Dienstag fahren die Züge aber wieder.

Sparkurs für Stolberg offenbar besiegelt

Auch Stolbergs Bürger werden wohl zu spüren bekommen, dass die Stadt sparen muss. Der Rat hat jetzt ein Haushaltssicherungskonzept beschlossen. Dies beinhaltet auch, dass einige Abgaben erhöht werden. So zum Beispiel die Grundsteuer und die Friedhofsgebühren. Bis 2014 wird der Stolberger Haushalt ein Defizit von mehr als 30 Millionen Euro in Jahr haben. Mit dem neuen Sparprogramm werden 3 bis 4 Millionen Euro jährlich eingespart. Mehr geht nicht, sagt Bürgermeister Ferdi Gatzweiler. Die Kommunalaufsicht muss den Sparplänen noch zustimmen.

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