Urteil

Urteil im Zentis-Prozess gefallen

Am Aachener Landgericht ist der Prozess um die Erpressung des Marmeladenherstellers Zentis mit einer langen Haftstrafe zu Ende gegangen. Ein 27jähriger Student aus Düsseldorf hatte gedroht, vergiftete Marmeladen-Gläser in Supermärkten in NRW zu platzieren. Gleichzeitig hatte er eine halbe Million Euro von Zentis gefordert. Jetzt muss er für fünf Jahre und zehn Monate in Haft. Sein Motiv war Geldnot. Er wollte sich so einen teueren Lebensstil erhalten. Der Düsseldorfer Student hatte die Marmelade mit Lösungsmitteln vermischt. Ein Gutachter hatte dazu im Prozess erklärt, der Verzehr der manipulierten Marmelade hätte keine tödlichen Folgen gehabt. Das Lösungsmittel hätte vielmehr wie K.O.-Tropfen gewirkt.

Obdachlosen-Gewalttäter müssen in Untersuchungshaft

Die Aachener Staatsanwaltschaft hat Haftbefehl zwei Brüder erlassen. Sie sollen gestern einen Obdachlosen brutal attackiert haben. Die Haftrichterin urteilte: die beiden 16 und 22 Jahre alten Männer hätten den Mann töten wollen. Damit müssen die Brüder nun in Untersuchungshaft. Die Männer sollen den Obdachlosen gestern in den frühen Morgenstunden angepöbelt, geschlagen und getreten haben. Erst als sich Passanten näherten, ließen die Täter von ihrem Opfer ab. Der 55-jährige Obdachlose liegt schwer verletzt im Krankenhaus.

Streit um Ergebnisse der Kommunalwahl

Müssen die Sitze im Rat der Stadt Aachen nochmal umverteilt werden, oder nicht? Diese Frage entscheidet sich wohl erst später. Nächsten Monat soll das Gremium nämlich entscheiden, ob ein Urteil des Verwaltungsgerichtes angefochten wird. Die Richter hatten Ende Mai beschlossen, dass das Ergebnis der Kommunalwahl für ungültig erklärt werden soll. Die Europäische Liste Aachen hatte geklagt und recht bekommen, denn rein rechnerisch stehe der Partei ein Sitz im Rat zu. Gleichzeitig würde das bedeuten, dass die SPD einen Sitz verliert.

Urteil gegen PFerdequäler aus Aachen-Krauthausen ist rechtskräftig

Das Urteil gegen den Pferdequäler aus Aachen-Krauthausen ist rechtskräftig. Der 73-jährige hatte seine Berufung gegen das Urteil zurückgezogen. Er hat seine Fehler eingesehen, so die Begründung. Das bedeutet der Landwirt darf ab sofort, fünf Jahre lang, keine Pferde mehr halten und betreuen. Der 73-jährige war bereits im Oktober 2009 zu einer Bewährungsstrafe und einem fünfjährigen Tierhalteverbot verurteilt worden. Tierschützern war der Mann schon seit Jahren ein Dorn im Auge. Denn er soll seine Tiere nicht ordentlich gepflegt und versorgt haben. Außerdem soll er, laut dem Urteil, ein halbverhungertes Pferd mit einem Hammer vor den Augen seiner Nachbarn erschlagen haben. Auch seiner Tochter droht ein Tierhaltungsverbot. Sie muss mit einem dreijährigem Verbot rechnen.

Kommunalwahlen in der Region müssen neu berechnet werden

Neben der Kommunalwahl in Erkelenz wird jetzt auch die Kommunalwahl in Aachen neu berechnet werden müssen. Mehrere Initiativen hatten am Verwaltungsgericht dagegen geklagt und Recht bekommen. So steht der Demokratische Initiative Heinsberg ein Sitz im Stadtrat in Erkelenz und der Europäischen Liste Aachen ein Sitz in Aachen zu. Die SPD müsste jeweils einen Sitz abgeben. Der Stadtrat in Aachen will in seiner nächsten Sitzung entscheiden, ob er gegen das Urteil in Berufung gehen will. Die Verwaltung der Stadt Aachen wird dem Rat vorschlagen, gegen das Urteil in die Berufung zu gehen, weil sie wie das nordrheinwestfälische Innenministerium der Auffassung ist, richtig gerechnet zu haben.

Urteil im Aachener Messerattacken-Prozess

Wegen einer Messerattacke auf seine Chefin muss ein 39-jähriger Mann für siebeneinhalb Jahre ins Gefängnis. Das hat das Landgericht Aachen entschieden. Zusätzlich wird der Verurteilte in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Die Staatsanwaltschaft hatte 10 Jahre Haft gefordert. Die Aachener Richter befanden allerdings, dass der Mann vermindert schuldfähig ist, deshalb auch die Unterbringung in einer Psychiatrie. Trotzdem hätten sich die Vorwürfe in der Anklageschrift während der Verhandlung bestätigt. Im vergangenen Oktober hatte der 39-jährige seine Chefin in einer Zeitarbeitsagentur am Theaterplatz mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Auch schon vor dieser Tat hatte der Mann mehrere Frauen bedroht.

Urteil im Boere-Prozess soll heute fallen

Heute soll vor dem Aachener Landgericht einer der letzten Kriegsverbrecherprozesse zu Ende gehen. Angeklagt ist der 88-jährige Heinrich Boere. Er hatte vor Gericht gestanden, 1944 drei Zivilisten in den Niederlanden erschossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft fordert wegen dreifachen Mordes lebenslange Haft. Die Verteidigung plädiert auf eine Einstellung des Verfahrens. Denn Boere war bereits 1947 in Amsterdam verurteilt worden. Boere hat die Haftstrafe aber nie verbüßt. Trotzdem dürfe er nicht noch mal verurteilt werden, meinen die Verteidiger. Bei einem Schuldspruch müssten Mediziner den 88-Jährigen erst für haftfähig erklären.

Nach 15 Jahren: Urteil im Prozess um Tod von Rentnerin in Heerlen

15 Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer Rentnerin in Heerlen ist der Angeklagte zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Kaiserslautern sah es als erwiesen an, dass der jetzt 51-jährige die Frau im Dezember 1994 vergewaltigt und erwürgt hat. Demnach war er in ihr Haus eingebrochen, um etwas zu stehen. Das 72-jährige Opfer habe den Eindringling aber bemerkt und sich gegen ihn gewehrt, woraufhin er wohl die Kontrolle über sich verlor. Ein DNA Abgleich hatte die niederländischen Ermittler erst 2008 auf die Spur des Mannes gebracht – sein Gen-Profil lag der deutschen Polizei wegen anderer Straftaten vor.

Urteil im Waschanlagenmord ist gefallen

In dem Prozess um den Waschanlagenmord in Übach Palenberg ist am Vormittag das Urteil gefallen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden Angeklagten den Waschstraßen-Besitzer mit einer Eisenstange erschlagen haben. Die beiden Männer wurden zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Die Ehefrau des Waschstraßenbesitzers habe beiden Männern für die Tat insgesamt 20.000 Euro versprochen, so der Richter. Der jüngere der beiden Angeklagten hatte die Tat vor Gericht gestanden, der ältere dagegen hatte bis zuletzt eine Beteiligung an dem Mord abgestritten. Die Ehefrau des ermordeten 62-jährigen war nach dem Mord untergetaucht. Ermittler vermuten die mutmaßliche Auftraggeberin in Südosteuropa.

Verbrecherpaar aus Alsdorf verurteilt

Das Aachener Landgericht hat das selbsternannte „Bonnie und Clyde“ Verbrecherpaar aus Alsdorf verurteilt. Der 32-jährige Mann muss für vier Jahre ins Gefängnis. Seine mitangeklagte Ex-Freundin kam mit einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren davon. Den beiden wird zur Last gelegt für eine Serie von Einbrüchen im Alsdorfer Raum verantwortlich gewesen zu sein. Das Paar war unter anderem in das SPD-Büro in Alsdorf eingestiegen.

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