Wissenschaft & Forschung

Auf den Spuren vergangener Zeiten

In Titz geht es heute archäologisch zu. Der Landschaftsverband Rheinland läd nämlich zum 17. Tag der Archäologie ein. Es wird zum Beispiel ein Ausflug zu einem Dorf aus der Steinzeit angeboten. Gezeigt werden, neben den Spuren eines Hauses, auch Gräber aus dem 5. Jahrtausend vor Christus. Auf dem Gelände in Titz gibt es ebenfalls antike Funde zu sehen: etwa eine besondere Säule aus dem Jahr 225 nach Christus, die am Tagebau Inden entdeckt wurde. Kinder können bei einer Junior-Archäologen-Ausgrabung in alte Welten eintauchen.

Jülicher Wissenschaftler entwickeln speziellen CO2 Filter

Jülicher Forscher wollen Kohlekraftwerke umweltfreundlicher machen. Sie entwickeln derzeit eine Membran, um das schädliche CO2 aus den Abgasen herauszufiltern. Der Klimawandel ist in aller Munde. Die CO2 Emissionen müssen reduziert werden. Darüber sind sich alle einig. Doch so schnell können Kohle- und Gaskraftwerke nicht abgeschafft werden, auch wenn sie 40 Prozent des globalen Kohlendioxid-Ausstoßes ausmachen. Deshalb muss eine Alternative her: und DIE erforschen die Jülicher Wissenschaftler gerade. Sie entwickelt eine Membran, die CO2, Wasserstoff, Stickstoff und Sauerstoff in den Abgasen voneinander trennen kann. Dazu werden zunächst verschiedene Materialien getestet. Sie müssen allerdings nicht nur die Trennfunktion erfüllen, sondern zum Beispiel auch extreme Temperatur- und Druckbelastungen überstehen.

Wetterstation Aachen Hörn feiert 30-jährigen Geburtstag

Die Wetterstation Aachen Hörn wird in diesem Jahr 30. Das ist ein besonders wichtiger Geburtstag, weil genau nach einer solch langen Zeitspanne gesammelte Daten richtig interpretiert und bewertet werden können. Besonders für Aussagen über die Entwicklung von Niederschlägen müssen Messungen aus vielen Jahren hinzugezogen werden. Bei kürzeren Zeitspannen könnte nämlich zum Beispiel schon ein einziger Sommerregen alles durcheinander werfen. Auf der Hörn werden unter anderem Luftdruck, Temperatur Sonnenschein und Niederschläge gemessen. Die Wetterdaten sind auch wichtig für Wissenschaftler bei neuen Entwicklungen. Physiker, die neue Antennen testen, nutzen etwa Daten zur Windgeschwindigkeit.

Schweinegrippe-Impfdosen werden jetzt doch vernichtet

Die Schweinegrippe-Impfdosen aus der großen Impfwelle im Winter laufen langsam ab - und viele Apotheken und Arztpraxen stehen vor der Frage: Wohin mit dem alten Impfstoff. Das Gesundheitsamt hat heute auf Antenne AC-Nachfrage bestätigt, dass die Impfdosen momentan im großen Rahmen entsorgt und vernichtet werden - denn: Die alten Impfstoffe sind kaum noch zu gebrauchen. Das Virus habe seine Gefahr verloren, international gibt es keine neuen Infektionen mehr. Dadurch gehen auch die Impfungen zurück. Die Bundesregierung hatte 2009 beschlossen, für etliche Millionen Euro flächendeckenden Impfstoff in Deutschland bereitzustellen. Allerdings gibt es inzwischen neue Grippeschutz-Medikamente, die bereits eine Schweinegrippe-Impfung enthalten. Deshalb sei die Entsorgung alter Dosen die sinnvollste Lösung, so das Gesundheitsamt.

Aachener Forscher schicken Sonde ins Eis

Aachener Forscher machen sich heute auf den Weg zum Morteratsch Gletscher in der Schweiz. Dort testen sie eine Sonde namens IceMole. Der Eismaulwurf wird sich durch die dicke Eisschicht des 4.000 Meter hohen Gletschers graben und Messungen durchführen. Eine Kamera an der Sonde fotografiert den Weg durch das Eis. Der zweiwöchige Feldversuch soll zeigen, ob der IceMole fit genug ist, in etwa 30 Jahren auch außerirdische Ziele zu untersuchen. Besonders interessant ist für die Aachener Forscher der Jupitermond Europa. Dort soll es unter einer 20 Kilometer dicken Eisschicht einen riesigen Ozean geben. Und wo Wasser vorhanden ist, kann es auch Leben geben.

BUND-Protest gegen Ausweitung des Tagebaus

Mit einer Fahrraddemo protestieren Umweltschützer heute gegen den Braunkohletagebau in Erkelenz-Borschemich. Organisiert ist die Aktion vom BUND. Die Fahrrad-Demo ist Teil eines Klimacamps, das derzeit im Abbaugebiet Garzweiler stattfindet. Rund 100 Teilnehmer wollen so ihren Unmut über den Braunkohleabbau zum Ausdruck bringen. Sie kommen aus Deutschland, Osteuropa und Afrika. Vor der Abbruchkante des Braunkohlegebiets Garzweiler 2 haben sie ein Dorf aus Zelten errichtet. Damit fordern sie eine politische Auseinandersetzung mit dem Thema Klimawandel und Braunkohletagebau.

Reaktor-Rückbau wird teurer als erwartet

Der Versuchs-Atomreaktor in Jülich wird nach seiner endgültigen Stilllegung noch weit mehr Kosten verursachen als kalkuliert. Denn der geplante Abbau des Reaktors wird viel teurer als ursprünglich bemessen. Das hat die Bundesregierung jetzt nach einer Anfrage der Grünen mitgeteilt. Die Kosten des Abrisses waren bisher auf 400 Millionen Euro geschätzt worden. Laut neuen Zahlen soll die Aktion sogar 600 Millionen Euro kosten. UInd außerdem müssen auch noch radioaktive Stoffe entsorgt werden - das wird weitere Kosten verursachen, die noch gar nicht abzusehen seien. Der Forschungsreaktor war 1966 in Jülich in Betrieb genommen worden. 1988 wurde er stillgelegt, weil die sogenannte Kugelhaufen-Technik nie serienreif wurde. Eine schwere Panne wurde erst Jahre später bekannt: 1978 ist der Boden unter dem Reaktor teilweise radioaktiv verseucht worden.

Neuer RWTH Studentenausweis mit Elektrochip soll kommen

An der Aachener RWTH soll zum Sommersemester 2011 die so genannte Uni-Card eingeführt werden. Das ist eine multifunktionale Chipkarte, mit der zum Beispiel in der Mensa bezahlt werden kann. Gleichzeitig gilt sie als Studentenausweis. In die Plastikkarte ist ein Chip mit einer Antenne eingelassen. Beide sind von außen nicht sichtbar. Wenn der Chip in zehn Zentimetern Abstand zu einem Lesegerät gehalten wird, kann er ausgelesen werden. Die elektronische Geldbörse kann an speziellen Automaten oder gegebenenfalls im Internet aufgeladen werden.

RWTH hilft dabei neues Europäisches Frachtflugzeug zu entwickeln

Die Aachener RWTH testet derzeit ein neues Flugzeug, das die europäische Luftfahrt wettbewerbsfähiger machen soll. Gefolgen wird, aber zunächst nicht mit einer großen Maschine, sondern mit einem Modelflugzeug. Rund drei Meter Flügelspannweite hat die Mini-Maschine. Sie wurde von Studierenden der RWTH per Hand gebaut; das hat ganze 3.500 Stunden gedauert. Aber Präzision ist wichtig: denn das Modellflugzeug soll bei Testflügen genaue Daten sammeln, die dann auf den echten, großen Prototypen der Maschine übertragen werden. So weiß man im Vorfeld, wie das reale Flugzeug reagiert, wenn es das allererste Mal in die Luft steigt. Eingesetzt werden soll das kosten-effektive Flugzeug im Frachtverkehr; es soll den Markt der Binnenluftfahrt erobern, heißt es. Gefördert wird das Projekt von der Europäischen Union.

Einschreibung an der RWTH beginnt heute

Heute beginnen an der Aachener RWTH die Einschreibungen: zunächst für zulassungsbeschränkte Studiengänge, am 24. August können sich dann auch Studierende in den zulassungsfreien Fächern einschreiben. Für Neuankömmlinge in Aachen ist das Prozedere oft verwirrend; deshalb bietet der Allgemeine Studierendenausschuss eine Beratungssprechstunde an. Dorthin können sich die frischen Studenten auch wenden, wenn sie Fragen zur Wohnungssuche, Bafög oder dem Anmelden bei der Stadt Aachen haben. Bis zum 6. Oktober gibt es die Tipps für die neuen RWTH-ler: Montag bis Freitag im Eingangsbereich des Super C.

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