Nachrichten Würselen

IHK gegen anonyme Bewerbungen

Die IHK in Aachen ist gegen anonymisierte Bewerbungen. Persönliche Daten wie Alter, kultureller Hintergrund und Photo seien wichtig, um Stellen bestmöglich zu besetzen, heißt es. Einige große deutsche Firmen, wie die deutsche Post oder Siemens, haben sich bereit erklärt, Bewerbungen nur anhand der Berufsqualifikation auszusuchen. Damit soll geprüft werden, welchen Einfluss persönliche Daten, wie Alter oder Geschlecht, bei der Stellenbesetzung haben. Die IHK Aachen ist aber der Meinung, dass die mittelständischen Betriebe, die sie vertritt, ein solches Risiko nicht eingehen können. Sie müssten sicher sein, den besten Bewerber auszusuchen, weil Fehlentscheidungen bei kleinen Betrieben um einiges schädlicher sind als bei großen Firmen. Dazu seien neben der Berufsqualifikation auch persönliche Daten notwendig.

Musiker aus der Städteregion stellt neuen Verkaufsrekord auf

Ein Musiker aus Würselen hat einen neuen Rekord gestellt. Die Band Unheilig steht mit ihrem Album „Große Freiheit“ schon zum 15. Mal auf Platz eins der Charts. Damit löste die Gruppe rund um den Sänger und Komponisten „Der Graf“ Herbert Grönemeyer ab. Der hatte mit seinem Album „Ö“ 1988 14 Wochen an der Spitze rangiert. Bei den Plattenverkäufen insgesamt hat Grönemeyer aber trotzdem noch die Nase vorn. Unheilig hat bisher mehr als 500.000 Stück von Große Freiheit verkauft; das entspricht fünffach Gold und Platin. Grönemeyers „Ö“ wurde aber in der Zwischenzeit mehr als dreimal so viel verkauft.

Polizei sucht jetzt mit Phantombild nach Verbrecher

Die Polizei sucht in der gesamten Region mit Hochdruck nach einem Mann, der an vielen Überfällen in der ganzen Region beteiligt gewesen sein soll. Unter Anderem soll er bei Juwelieren, Drogerien und Spielhallen eingebrochen sein. Auch in der letzten Woche hatte er wieder zugeschlagen. Die Ermittler vom Landeskriminalamt haben jetzt ein Phantombild herausgegeben.

Konjunktur brummt: Hoffnung für Haushalte?

Es ist ein unverhoffter Geldsegen, der auf die Städte und Gemeinden in der Städteregion Aachen zukommt. Weil die Konjunktur in Deutschland brummt, dürften die Haushalte sich bei uns wieder ein wenig entspannen. Davon gehen zumindest Experten aus. Sie erwarten für das gesamte Bundesgebiet Mehreinnahmen bis zu 11 Milliarden Euro in diesem Jahr. 2011 sollen es sogar bis zu 15 Milliarden Euro werden. Viele Kommunen sind angeschlagen und müssen Nothaushalte fahren. Deswegen kommt das zusätzliche Geld gerade rechtzeitig. Möglicherweise können so angekündigte Sparmaßnahmen weniger drastisch ausfallen als schon beschlossen. Genaue Prognosen über die Mehreinnahmen sind aber noch nicht möglich.

Abwassergebühren steigen

In der Stadt Aachen müssen Bürger in diesem Jahr weniger Abwassergebühren zahlen als im Vorjahr. Wie der Bund der Steuerzahler mitteilte, muss ein Musterhaushalt etwa 640 Euro im Jahr

ADAC: Es wird voll bei uns

Der ADAC rechnet dieses Wochenende mit vollen Straßen in ganz Deutschland. Und auch Urlauber in der Städteregion Aachen können betroffen sein. Wer über die Autobahn Richtung Norden oder Süden unterwegs ist, sollte die Fahrt in die Abendstunden - oder früh morgens legen. Heute wird laut ADAC einer der verkehrsreichsten Tage des Jahres.

Gedenkaktion für Hiroshimaopfer

Vor der Sankt Sebastian Kirche in Würselen werden heute Abend 200 Windlichter die Stadt erhellen. Grund ist die „Nacht der 100.000 Kerzen“. Bei der Aktion handelt es sich um eine bundesweite Gedenkfeier für die Hiroshimaopfer. Dabei werden in rund 75 deutschen Städten insgesamt 100.000 Kerzen auf öffentlichen Plätzen angezündet. Würselen beteiligt sich zum ersten Mal an der Aktion. Organisiert wurde die Teilnahme von der Würselener Kooperation für den Frieden. Das Meer aus Kerzen wird ein großes Anti-Atomkriegs-Zeichen bilden. Bands untermalen die Veranstaltung mit Anti-Kriegs-Liedern. Die Gedenkfeier endet kurz nach Mitternacht, genau zum Zeitpunkt der damaligen Explosion in Hiroshima.

10.000 Zuschauer bei Schultheatertagen

Die Organisatoren der Schultheatertage in der Städteregion Aachen ziehen eine positive Bilanz. Rund sechs Wochen lang haben 1.800 Kinder und Jugendliche bei dem Projekt mitgemacht. Mehr als 10.000 Zuschauer kamen zu den 50 Produktionen. Die Jugendlichen wurden bei den Vorbereitungen der Theaterstücke von Profis unterstützt. Diese haben zum Beispiel Sprachtraining gegeben oder beim Bühnenbild geholfen. Die Aufführungen fanden zum Beispiel im Aachener Grenzlandtheater, auf der Burg Wilhelmstein in Würselen oder im Talbahnhof Eschweiler statt. Ziel für die kommenden Schultheatertage ist es, das Projekt auszuweiten. Dieses Jahr haben bereits Schüler aus Ost-Belgien mitgemacht.

Prozess um Messerattacke auf Kioskbesitzer hat begonnen

Ein 18-jähriger Schüler aus Würselen muss sich seit heute vor Gericht verantworten. Der junge Mann soll im Februar einen Kioskbesitzer in der Aachener Viktoriastraße überfallen und niedergestochen haben. Seitdem sitzt der Würselner in Untersuchungshaft. Heute Morgen wurde vor der Aachener Jugendkammer die Anklage verlesen; sie lautet auf versuchten Mord. Der Mann hatte den Kioskbesitzer mit einem Messer bedroht und ihn aufgefordert die Kasse zu öffnen. Als dieser aber kein Geld rausrücken wollte, stach der 18-jährige mehrmals auf den Besitzer ein. Dieser überlebte den Angriff schwer verletzt. Direkte Zeugen gab es damals nicht. Sollte der Angeklagte aber für schuldig befunden werden, droht ihm eine lebenslange Haftstrafe. Der nächste Verhandlungstag ist Mitte August.

Bürger aus der Städteregion kaufen viel woanders ein

In der Region Aachen kaufen Bürger viel außerhalb ein. Das hat die IHK ermittelt. Insgesamt bleiben rund zehn Prozent der Kaufkraft nicht in den Kassen der hier angesiedelten Einzelhändler. Damit liegt die Region über dem Bundesdurchschnitt von fast sieben Prozent. Freuen können sich allerdings die Einzelhändler in der Städten Aachen, Herzogenrath und Würselen. Dort werden Umsätze erzielt, die höher sind, als die Kaufkraft der Bürger. Mit rund 260 Millionen Euro führt Aachen die Liste an. Kaufkraft abgeben mussten dagegen unter anderem Heinsberg und Monschau.

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