Bewerbung über WhatsApp

Für junge Menschen ist die Kommunikation über Messangerdienste Teil ihres Alltags. Eine Mail zu schreiben oder gar eine postalische Bewerbung mit einem Anschreiben setzt sie unter großen Druck. Laut einer aktuellen Statista-Erhebung nutzen 98 Prozent aller jungen Deutschen bis 19 Jahren WhatsApp. Gerade große Unternehmen gehen daher verstärkt dazu über, für eine erste unkomplizierte Kontaktaufnahme auch Messengerdienste im Rahmen des Bewerbungsverfahrens zuzulassen. Ist die erste Hürde so erstmal geschafft, melden sich Personaler oder Personalverantwortliche auf kurzem Weg zurück und erfragen weitere Details oder vereinbaren ein Bewerbungsgespräch. Für den Bewerber und das Unternehmen entstehen so zahlreiche Vorteile. Die Bewerber wissen sofort, ob die Stelle überhaupt noch frei ist beziehungsweise ob grundsätzliches Interesse besteht. Die Unternehmen ersparen sich aufwendige Bewerbungsverfahren und zahlreiche Absagen per Post. 

Bewerbungsunterlagen erst im zweiten Schritt
Ist der erste Kontakt hergestellt und besteht ein grundsätzliches Interesse beim Unternehmen, sind die klassischen Bewerbungsunterlagen wie Lebenslauf sowie Schul- und Abschlusszeugnisse gefragt. Auf umfangreiche Anschreiben kann in diesem Falle dann aber meist verzichtet werden, heißt es in vielen größeren Unternehmen, die einen ersten Kontakt mit WhatsApp ermöglichen. Und wer will, kann aus der Bewerbermasse positiv herausstechen. Zum Beispiel durch ein kurzes Selfie-Video, in dem man binnen ein bis zwei Minuten kurz und knackig erklärt, warum man der geeignete Bewerber für die offene Stelle ist. Personaler und Personalverantwortliche können sich so ein besseres und „bewegteres“ Bild von den Bewerbern machen. 

Bewerbung im One-Click-Verfahren
Auch wenn noch nicht jedes Unternehmen den unkomplizierten Weg über WhatsApp zu schätzen weiß, so verschlanken doch viele Firmen ihre Bewerbungsprozesse. Per One-Click-Bewerbungsverfahren soll die Bewerbung einfacher und schneller gehen. Bei Jobportalen wie XING oder LinkedIn können Bewerber mit nur einem Click ihr vorher angelegtes Profil an Unternehmen senden. Personaler können so schnell und einfach digital entscheiden, ob der Bewerber die nötigen Qualifikationen mitbringt und das Bewerbungsprozedere schneller machen. Bewerber müssen wiederum nur ihr XING oder LinkedIn-Profil aktuell halten. Ein mühsames Zusammensuchen von Bewerbungsunterlagen entfällt genauso wie das Anschreiben. Unternehmen, die XING oder LinkedIn nicht als „Mittler“ nutzen wollen, bieten meist auf ihren Homepages ähnliche Verfahren an, die ein Upload von Bewerbungsunterlagen schnell und einfach ermöglichen. 

Quelle: Eigenrecherche; Bild: Agentur Tillmanns
 
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