Das Führungszeugnis beantragen

Wer ein polizeiliches Führungszeugnis im Verein oder beim Arbeitgeber vorlegen muss, sollte zunächst klären, welche Art von Führungszeugnis verlangt wird. Insgesamt gibt es vier unterschiedliche Varianten.

Die unterschiedlichen Führungszeugnisse
In einigen Berufen ist die Vorlage eines Führungszeugnisses selbstverständlich. In diesen Fällen reicht meist die einfache Variante des Dokumentes, das private Führungszeugnis. Wer beruflich oder ehrenamtlich mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, braucht meist ein sogenanntes erweitertes Führungszeugnis. Es gibt Auskunft über mögliche Sexualdelikte oder Straftaten gegenüber Minderjährigen. Beim Antrag muss dafür eine schriftliche Aufforderung des Arbeitgebers vorgelegt werden. Die Kosten belaufen sich auf 13 Euro. In vielen Fällen übernimmt der Arbeitgeber oder Verein diese Zusatzkosten.
Ein sogenanntes europäisches Führungszeugnis kann vom Arbeitgeber verlangt werden, wenn der Arbeitnehmer aus einem andere
n EU-Mitgliedsland stammt. Die europäische Variante des Dokuments gibt auch Auskunft über das Strafregister des Herkunftslandes des Arbeitnehmers. Die Kosten belaufen sich hier auf 17 Euro.
Wer ein Gewerbe anmelden möchte, braucht ein behördliches Führungszeugnis. Es enthält Entscheidungen und Vermerke von Behörden wie den Widerruf einer Gewerbeerlaubnis oder eines Waffenscheins. Das Zeugnis wird direkt an die Behörde geschickt, die es angefordert hat. Das behördliche Führungszeugnis kostet 13 Euro.

Die Beantragung des Führungszeugnisses
Das Führungszeugnis kann auf unterschiedliche Weise beantragt werden. In der Meldebehörde des Wohnortes erfolgt die Beantragung unter Vorlage des Ausweises und Zahlung der Bearbeitungsgebühr. Schriftlich kann das Zeugnis zudem durch einen formlosen Antrag an das Einwohnermeldeamt mit einer Kopie des Ausweises erfolgen. Die Unterschrift auf dem Schreiben muss amtlich oder öffentlich beglaubigt sein. Die Bezahlung erfolgt dann online. Außerdem kann das polizeiliche Führungszeugnis online auf der Internetseite des Bundesamts für Justiz beantragt werden. Dafür muss aber die Online-Funktion des Personalausweises freigeschaltet sein. Die Bezahlung erfolgt auch hier online.

Quelle: Bundesamt für Justiz; Bild: www.Agentur-Tillmanns.de
 
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