Grote: Busfahrer verhinderte in Lübeck Schlimmeres

 
Schnelles Handeln des Busfahrers hat bei der Messerattacke in einem voll besetzten Lübecker Linienbus offenbar Schlimmeres verhindert. Der Fahrer habe ?schnell und couragiert gehandelt?, sagte Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote. Ihm gebühre ein großer Dank. Der Busfahrer und neun weitere Menschen waren bei der Gewalttat verletzt worden. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Ein 34-Jähriger wurde festgenommen. Es handelt sich um einen deutschen Staatsbürger, der im Iran geboren wurde. Er soll morgen dem Haftrichter vorgeführt werden.
 
 
 

Italien bedroht mit Anti-Migrationskurs Zukunft von EU-Mission

 
Italien hat mit Blockadedrohungen eine sofortige Überprüfung des EU-Marineeinsatzes vor der libyschen Küste erzwungen. Vertreter der EU-Staaten einigten sich in Brüssel darauf, möglichst innerhalb der kommenden fünf Wochen eine neue Strategie zum Umgang mit bei dem Einsatz geretteten Migranten zu vereinbaren. Diese waren bislang ausschließlich nach Italien gebracht worden. Die Regierung in Rom hatte deswegen zuletzt damit gedroht, italienische Häfen für Schiffe der EU-Operation zu sperren. Unklar ist, wann der Einsatz wieder voll aufgenommen wird.
 
 
 

Italien bedroht Zukunft des EU-Marineeinsatzes

 
Italien bedroht die Fortsetzung des in der Flüchtlingskrise gestarteten EU-Marineeinsatzes vor der libyschen Küste. Die für Sicherheitsfragen zuständigen EU-Botschafter mussten zu einer außerplanmäßigen Sitzung zusammenkommen, weil die Regierung in Rom es nicht mehr akzeptieren will, dass von den EU-Schiffen aus dem Mittelmeer gerettete Migranten automatisch nach Italien gebracht werden. Eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Mogherini sagte, es solle nun im Rahmen der ohnehin geplanten strategischen Überprüfung des Einsatzes nach einer Lösung gesucht werden.
 
 
 

Ärger für Trump: Mitschnitt über Schweigegeldzahlung

 
Der Ex-Anwalt von US-Präsident Trump hat einem Medienbericht zufolge heimlich ein Gespräch über eine Schweigegeldzahlung an ein Playboy-Model aufgezeichnet. Wie die ?New York Times? weiter berichtet, hat das FBI den Mitschnitt bei einer Durchsuchung des Büros des Anwalts Cohen sichergestellt. Trumps Anwalt Giuliani bestätigte laut ?New York Times?, dass Trump mit Cohen über Zahlungen gesprochen habe - aber letztendlich sei kein Geld geflossen. Der Mitschnitt sei weniger als zwei Minuten lang und zeige, dass der Präsident nichts Verbotenes getan habe.
 
 
 

Auswärtiges Amt entschärft Reisehinweise für die Türkei

 
Nach den Wahlen und dem Ende des Ausnahmezustands in der Türkei hat das Auswärtige Amt die Reisehinweise für das Land wieder leicht entschärft. Es warnt nicht mehr explizit vor willkürlichen Festnahmen in allen Landesteilen einschließlich der Urlaubsgebiete. Das Ministerium weist aber immer noch ganz allgemein darauf hin, dass es ein ?erhöhtes Festnahmerisiko? gebe. Am 24. Juni wurde in der Türkei Präsident Erdogan wiedergewählt. Danach wurden die Reisehinweise zwei Mal überarbeitet.
 
 
 

Überlebendes Nowitschok-Opfer aus dem Krankenhaus entlassen

 
Ein mit dem Kampfstoff Nowitschok in Kontakt gekommener Brite ist aus dem Krankenhaus in Salisbury entlassen worden. Der 45-jährige Mann und seine 44-jährige Lebensgefährtin waren Ende Juni in die Klinik gebracht worden - die Frau war an den Folgen gestorben. Die Polizei hat inzwischen eine kleine Flasche aus der Wohnung des Mannes im nahen Amesbury als Quelle des Nervengifts identifiziert. Die Behörden schließen nicht aus, dass noch weitere Gegenstände und Orte in der Umgebung von Salisbury mit Nowitschok kontaminiert sein könnten.
 
 
 

USA: Mindestens 17 Tote nach Untergang eines Ausflugsboots

 
Bei einem plötzlich aufkommenden Unwetter ist im US-Bundesstaat Missouri ein Ausflugsboot auf einem See untergegangen und hat mindestens 17 Menschen mit in den Tod gerissen. Taucher hätten die letzten vier Vermissten nur noch tot bergen können, so der zuständige Sheriff. 14 Passagiere hätten überlebt. Die genaue Unglücksursache werde noch ermittelt. Bei dem Ausflugsboot handelt es sich um ein Amphibienfahrzeug, das sowohl zu Lande als auch auf dem Wasser fahren kann. Ausflüge mit solchen ?Duck Boats? sind eine beliebte Touristenattraktion in der Region.
 
 
 

Hintergründe der Linienbus-Attacke in Lübeck unklar

 
In Lübeck hat ein 34-Jähriger Mann in einem vollbesetzten Linienbus Fahrgäste mit einem Messer attackiert und neun Menschen verletzt. Der Angreifer wurde nach der Tat überwältigt und festgenommen. Es handele sich um einen deutschen Staatsangehörigen, der aber nicht in Deutschland geboren sei, sagte die Lübecker Oberstaatsanwältin Ulla Hingst. Bei der Attacke wurde nach Angaben von Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote ein Mensch schwer verletzt. Sechs Personen hätten Messerstiche erlitten, drei seien auf andere Weise verletzt worden. Die Hintergründe der Tat sind noch vollkommen unklar.
 
 
 

Der Doc geht: Müller-Wohlfahrt hört als DFB-Arzt auf

 
Die Ära von Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt als Arzt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist beendet. Gegenüber der dpa bestätigte er seinen Rücktritt. Die WM in Russland war damit das letzte Turnier des 75-Jährigen. ?Mull? ist der erste jahrelange Mitarbeiter aus dem Stab von Bundestrainer Joachim Löw, der nach dem historischen Vorrunden-Aus aufhört. Er habe 23 fantastische Jahre im Kreise des DFB mit großartigen Erfolgen und eindrucksvollen Erlebnissen gehabt, so Müller-Wohlfahrt. Er werde der Nationalmannschaft und dem DFB immer eng verbunden bleiben.
 
 
 

Gaza: Tote durch Luftangriffe nach Attacke auf Soldaten

 
Nach Schüssen militanter Palästinenser an der Grenze hat Israels Armee mit Kampfjets und Panzern zahlreiche Ziele im Gazastreifen bombardiert. Mindestens drei Palästinenser wurden dabei laut dem Gesundheitsministerium in Gaza getötet. Nach Angaben des militärischen Arms der im Gazastreifen herrschenden Hamas handelt es sich um Mitglieder der Organisation. Die Armee teilte mit, bei gewaltsamen Ausschreitungen an der Grenze sei aus dem Gazastreifen auf israelische Soldaten geschossen worden. Nach Medienberichten wurde dabei ein Soldat verletzt.
 
 
 

Bundesregierung blickt sorgenvoll auf Brexit-Verhandlungen

 
Die Bundesregierung blickt sorgenvoll auf den Verlauf der Brexit-Verhandlungen und hält auch einen ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der EU für möglich. ?Wir können derzeit nichts ausschließen?, sagte Europastaatsminister Michael Roth am Rande eines EU-Treffens. Man arbeite stark daran, dass es zu einem möglichst ?weichen Brexit? komme. Angesichts der voranschreitenden Zeit müsse man sich allerdings auch auf andere Szenarien vorbereiten. Bei dem Treffen in Brüssel mussten die EU-Staaten erneut festhalten, dass die Verhandlungen in entscheidenden Punkten nicht vorankommen.
 
 
 

Polizei: Mann in Lübeck griff mit Stichwerkzeug an

 
Bei der Gewalttat in einem Lübecker Linienbus hat der mutmaßliche Täter nach Polizeiangaben Passagiere mit einem Stichwerkzeug angegriffen. ?Wir wissen nicht genau, ob es tatsächlich ein Messer war?, sagte ein Polizeisprecher der dpa. Der Fahrer habe nach der Attacke geistesgegenwärtig den Bus gestoppt und die Türen geöffnet, damit die Passagiere sich in Sicherheit bringen konnten. Der Tatverdächtige sei in Polizeigewahrsam. ?Die Personalien des Mannes liegen uns noch nicht verbindlich vor?, so der Sprecher.
 
 
 

Trump legt im Handelsstreit nach

 
US-Präsident Trump hat den Handelskonflikt mit der EU und China weiter angeheizt. Trump signalisierte seine Bereitschaft, auf alle Waren aus China Zölle zu erheben. Außerdem warf er der Volksrepublik und der EU Währungsmanipulation vor. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte, sie setze auf eine Lösung am Verhandlungstisch. EU-Kommissionschef Juncker werde in der kommenden Woche bei seiner Reise nach Washington Vorschläge machen, wie man in einen ?Gesprächsprozess? kommen könne, so Merkel.
 
 
 

Erste große Hitzewelle steht an

 
In der kommenden Woche könnte die erste große Hitzewelle dieses Sommers kommen. ?Bislang war es zwar fast immer sehr warm, es gab aber noch nicht über mehrere Tage in weiten Teilen des Bundesgebiets über 30 Grad?, so der Deutsche Wetterdienst (DWD). Subtropische Luftmassen könnten das schon bald ändern. ?Die ohnehin schon extreme Trockenheit, vor allem in Norddeutschland und Teilen Ostdeutschlands, wird sich also weiter verschärfen, und auch die Waldbrandgefahr wird wieder zunehmen?, so der DWD weiter.
 
 
 

Polizei: Acht Verletzte bei Gewalttat in Lübecker Linienbus

 
Bei einer Gewalttat in einem Linienbus im Lübecker Stadtteil Kücknitz sind nach Angaben des Polizei-Lagezentrums acht Menschen verletzt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen hätten drei von ihnen mittelschwere, fünf weitere leichte Verletzungen erlitten, sagte ein Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.
 
 
 

Lübeck: Mehrere Verletzte bei Gewalttat in Linienbus

 
In Lübeck sind bei einer Gewalttat in einem Linienbus mehrere Menschen verletzt worden. Über die Schwere der Verletzungen konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Ein Polizeisprecher sagte aber, es habe definitiv keine Toten gegeben. Nähere Einzelheiten nannte er zunächst nicht. Die Umgebung an einer Bushaltestelle im Stadtteil Kücknitz wurde weiträumig abgesperrt.
 
 
 

Bundestrainer Löw kontert Lahm-Kritik

 
Fußball-Bundestrainer Joachim Löw hat mit Unverständnis auf die Ratschläge von Ex-Nationalspieler Philipp Lahm reagiert. Er habe es natürlich vernommen, finde das in der Art und Weise aber nicht richtig, so Löw. Lahm hatte nach dem WM-Debakel der deutschen Nationalmannschaft mit seinen Tipps für Aufsehen gesorgt. Der Kapitän der Sieger-Elf von 2014 hatte Löw zu einem anderen Führungsstil geraten, straffer und weniger kollegial. ?Wir haben immer auf Vertrauen und Kommunikation gesetzt?, sagte Löw.
 
 
 

Betrug im Internet - Europaweites Netzwerk aufgedeckt

 
Ermittler in Sachsen haben ein europaweites Netzwerk von Cyberkriminiellen aufgedeckt. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, durch betrügerische Online-Bestellungen Waren im Wert von mehr als 18 Millionen Euro ergaunert zu haben. Die Masche: Sogenannte Warenagenten nahmen in Deutschland Bestellungen entgegen, die vorher mit gestohlenen Kreditkarten-Daten geordert worden waren, packten sie um und schickten sie weiter ins Ausland. Von dort wurden sie dann neu übers Netz verkauft. Der mutmaßliche Chef der Bande, ein Mann mit russischem und moldawischem Pass, wurde in Zypern festgenommen.
 
 
 

Puigdemont: Auslieferungshaftbefehl aufgehoben

 
Der juristische Fall des katalanischen Separatistenführers Puigdemont in Deutschland ist beendet. Das Oberlandesgericht Schleswig-Holstein hat den Auslieferungshaftbefehl gegen den 55-Jährigen laut einer Sprecherin auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft aufgehoben. Damit ist das Auslieferungsverfahren in Deutschland beendet. Das Oberste Gericht in Madrid hatte gestern mitgeteilt, auf eine Auslieferung des im Frühjahr in Deutschland festgenommenen Politikers zu verzichten.
 
 
 

Kirchen werden kleiner - 660 000 Mitglieder weniger

 
Die beiden großen christlichen Kirchen haben im vergangenen Jahr zusammen etwa 660 000 Mitglieder verloren. Nach Angaben der Evangelischen Kirche in Deutschland ging die Zahl der Protestanten 2017 um 390 000 Mitglieder auf 21,5 Millionen zurück, das ist eine Abnahme um 1,8 Prozent. Die Zahl der Katholiken sank nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz um 270 000 auf 23,3 Millionen. Die Kirchen sehen aber auch positive Entwicklungen: So blieben Taufen und Eintritte weitgehend stabil.
 
 
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