USA bleiben im Konflikt mit der Türkei hart

 
Im Streit um die Freilassung des US-Pastors Andrew Brunson beharren die USA auf einer harten Linie gegen die Türkei. Vizepräsident Mike Pence erklärte, die Türkei sei gut beraten, US-Präsident Donald Trump und seine Entschlossenheit, US-Bürger nach Hause zu holen, nicht auszutesten. Er und Trump würden nicht lockerlassen, bis Brunson bei seiner Familie in den USA sei, schrieb der Vizepräsident auf Twitter. Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert, zeigte sich zugleich enttäuscht, dass die türkische Justiz einer Freilassung Brunsons entgegenstehe.
 
 
 

Merkel sagt dem Niger Hilfe im Kampf gegen Terrorismus zu

 
Für seine Zusammenarbeit bei der Eindämmung illegaler Migration will Deutschland den Niger bei der Verbesserung der Entwicklungschancen und im Kampf gegen Terrorismus unterstützen. Das sagte Kanzlerin Angela Merkel am Abend im brandenburgischen Meseberg dem Präsidenten des afrikanischen Staates, Mahamadou Issoufou, zu. Nigers Präsident ist eine der Schlüsselfiguren im Kampf gegen illegale Migration und afrikanische Schlepperbanden. Der Sahel-Anrainer ist eines der wichtigsten Transitländer für afrikanische Migranten, die das Mittelmeer erreichen wollen.
 
 
 

Lahm wird OK-Chef, falls Deutschland EM 2024 ausrichtet

 
Philipp Lahm soll im deutschen Fußball auch weiterhin eine gewichtige Rolle spielen. Der Weltmeister von 2014 wird nach ?Kicker?-Informationen als Organisationschef ins DFB-Präsidium einziehen, falls Deutschland 2024 die Europameisterschaft ausrichten wird. Der Kapitän der Weltmeistermannschaft von 2014 habe dem Deutschen Fußball-Bund die Zusage für sein Engagement gegeben, berichtet das Fachmagazin in seiner Online-Ausgabe.
 
 
 

ICEs zwischen Berlin und Ruhrgebiet fahren wieder direkt

 
Die nach Sturmschäden in der vergangenen Woche bei Wolfsburg umgeleiteten ICE-Züge zwischen Berlin und dem Ruhrgebiet können von morgen Vormittag an wieder die gewohnte Strecke fahren. Die Umleitung über Braunschweig mit 30 Minuten längerer Fahrzeit sei nach Reparatur der durch das Gewittertief ?Oriana? beschädigten Oberleitung nicht mehr erforderlich, teilte die Deutsche Bahn mit. Zunächst könne die Bahnstrecke an dem betroffenen Abschnitt aber nur eingleisig befahren werden, was noch geringfügige Verzögerungen mit sich bringen könne.
 
 
 

Suche nach Vermissten in Genua geht weiter

 
Nach dem Brückeneinsturz von Genua mit rund 40 Toten werden noch viele Menschen vermisst - und die Schuldzuweisungen gehen weiter. Mitglieder der neuen populistischen Regierung machten den privaten Betreiber der Autobahn für das Unglück verantwortlich. Die Vize-Regierungschefs Luigi Di Maio und Matteo Salvini zeigten mit dem Finger in Richtung früherer Regierungen und der EU. Die EU-Kommission wies die Kritik zurück. Italiens Regierungschef Giuseppe Conte rief in der Stadt den Notstand aus. Er soll für zwölf Monate gelten.
 
 
 

Behörden müssen abgeschobenen Islamisten Sami A. zurückholen

 
Nach wochenlangem juristischen Tauziehen müssen die Behörden den abgeschobenen Islamisten Sami A. endgültig nach Deutschland zurückholen. Der als Gefährder geltende Tunesier habe einen Anspruch darauf, dass die Behörden ihn auf Kosten des Staates zurück nach Deutschland bringen, entschied das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht. Denn seine Abschiebung sei rechtswidrig gewesen. Die Stadt Bochum will den Beschluss akzeptieren und keine weiteren rechtlichen Schritte einleiten.
 
 
 

Kosmonauten installieren Antenne für Icarus-Projekt auf ISS

 
Zwei Kosmonauten haben die Internationale Raumstation ISS zu entscheidenden Vorbereitungsarbeiten für ein deutsch-russisches Forschungsprojekt verlassen. Die beiden Russen schwebten planmäßig in ihren Raumanzügen aus der ISS. Bei dem knapp siebenstündigen Einsatz wollen sie eine Antenne an der Außenhülle der ISS anbringen, die entscheidend für das sogenannte Icarus-Projekt ist. Ziel dieses Projektes ist es, Bewegungen von Tieren auf der Erde besser zu erfassen. Forscher erhoffen sich davon Aufschluss etwa über Wanderungen von Zugvögeln, was zum Artenschutz beitragen soll.
 
 
 

Bericht: Betreuer von überflutetem Ferienlager ist tot

 
Der vermisste Betreuer eines überschwemmten deutschen Ferienlagers in Südfrankreich ist einem Medienbericht zufolge tot. Bei der am Montag im Fluss Ardèche gefundenen Männerleiche handele es sich um den vermissten Deutschen, berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Morgen soll demnach eine Autopsie vorgenommen werden. Das von einem Leverkusener Verein organisierte Zeltlager war am vergangenen Donnerstag nach starken Regenfällen überflutet worden. Alle Kinder und Jugendlichen konnten in Sicherheit gebracht werden und sind zurück in Deutschland.
 
 
 

Aktienmarkt wieder im Minus

 
Sorgen vor einer Ausweitung der Türkei-Krise haben den deutschen Aktienmarkt wieder tief ins Minus gedrückt. Der Leitindex Dax sackte um 1,58 Prozent auf 12 163 Punkte ab, nachdem er sich im frühen Handel noch etwas erholt hatte. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1321 US-Dollar fest.
 
 
 

Stadt Bochum: Sami A. muss von sich aus zurückkommen

 
Der Gefährder Sami A. muss von sich aus nach Deutschland zurückreisen. Das sagte die Stadt Bochum der Deutschen Presse-Agentur. Sie erklärte die jetzt anstehenden Schritte, nachdem das Oberverwaltungsgericht von Nordrhein-Westfalen entschieden hatte, dass die Abschiebung Mitte Juli nach Tunesien rechtswidrig war. So soll jetzt an die Anwältin des 42-Jährigen eine sogenannte Betretungserlaubnis weitergeleitet werden. Im nächsten Schritt müsse das Auswärtige Amt Sami A. dann ein Visum für die Einreise ausstellen. Weitere rechtliche Schritte will die Kommune nicht einleiten.
 
 
 

Brückeneinsturz: EU-Kommission widerspricht Salvini

 
Nach dem Einsturz der Autobahnbrücke in Genua hat die EU-Kommission Vorwürfe der italienischen Regierung zurückgewiesen, nach denen Brüsseler Sparvorgaben für die marode Infrastruktur des Landes mitverantwortlich seien. EU-Staaten könnten politische Prioritäten im Rahmen der geltenden Haushaltsregeln selbst festlegen - ?zum Beispiel die Entwicklung und den Erhalt der Infrastruktur?, sagte ein Sprecher. Tatsächlich habe die EU Italien sogar dazu ermuntert, in die Infrastruktur zu investieren. Der italienische Innenminister Matteo Salvini hatte beklagt, die strengen europäischen Defizitregeln stünden der Sicherheit des Landes im Wege.
 
 
 

Dürrehilfen: Bauern sollen nächste Woche Klarheit bekommen

 
Bauern mit schweren Einbußen wegen der Dürre in vielen Regionen Deutschlands sollen am Mittwoch nächster Woche Klarheit über mögliche Bundeshilfen bekommen. Agrarministerin Julia Klöckner will dann den amtlichen Erntebericht ins Kabinett bringen und bewerten, ob die Schäden ?nationales Ausmaß? erreichen. Diese Einstufung wäre notwendig, damit neben den zuerst zuständigen Ländern auch der Bund erstmals seit 2003 wieder Dürre-Hilfen zahlen könnte. Schon auf den Weg gebracht wurden Erleichterungen für Viehhalter, denen akute Futterknappheit droht.
 
 
 

Weiter Vermisste unter Trümmern in Genua

 
Nach dem Brückeneinsturz von Genua mit mehr als 40 Toten werden noch viele Menschen vermisst - und die Schuldzuweisungen gehen weiter. Mitglieder der neuen populistischen Regierung machten den privaten Betreiber der Autobahn für das Unglück verantwortlich. Die Vize-Regierungschefs Luigi Di Maio und Matteo Salvini zeigten mit dem Finger in Richtung früherer Regierungen und der EU. Während eines schweren Unwetters war gestern eine zentrale Autobahn-Brücke auf einem etwa 100 Meter langen Stück eingestürzt. Papst Franziskus gedachte auf dem Petersplatz vor 20 000 Gläubigen der Opfer.
 
 
 

?Aquarius? in maltesischen Hafen eingelaufen

 
Das Rettungsschiff ?Aquarius? ist nach tagelangem Ausharren auf dem Meer in den Hafen der maltesischen Hauptstadt Valletta eingelaufen. Das teilte die Hilfsorganisation SOS Méditerranée mit. Das Schiff mit 141 aus Seenot geretteten Menschen an Bord hatte fünf Tage auf hoher See warten müssen, bevor Malta sich gestern bereit erklärte, es einlaufen zu lassen. Zuvor hatten Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Portugal und Spanien angekündigt, die Geretteten aufzunehmen.
 
 
 

Türkei verhängt Sanktionen gegen Produkte aus den USA

 
Im Konflikt mit den USA hat die Türkei Einfuhrzölle auf zahlreiche US-Produkte erhöht. Damit reagiere das Land direkt auf Sanktionen und Strafzölle der USA, die der stellvertretende Präsident Fuat Oktay ?bewusste Angriffe der US-Regierung? nannte. Die Türkei heizt damit die Auseinandersetzung, die zu einer Währungskrise im Land geführt hat, weiter an. Auch der US-Pastor Andrew Brunson, an dem sich der Streit zwischen den beiden Nato-Partnern entzündet hatte, bleibt vorerst weiter in Hausarrest. Die türkische Lira erholte sich dennoch.
 
 
 

?Divers?: Kabinett beschließt dritte Geschlechtsoption

 
Im Geburtenregister soll künftig der Eintrag einer dritten Geschlechtsoption möglich sein. Das Bundeskabinett beschloss einen Gesetzentwurf, der neben ?männlich? und ?weiblich? auch den Eintrag ?divers? vorsieht. Die große Koalition setzt damit eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2017 um. Darin wurde die geltende Regelung als Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht und das Diskriminierungsverbot des Grundgesetzes gewertet. Bis Ende 2018 muss die Gesetzesänderung umgesetzt sein.
 
 
 

Zahl der Toten nach Erdbeben in Indonesien auf 460 gestiegen

 
Nach dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok vor anderthalb Wochen ist die Zahl der Todesopfer auf 460 gestiegen. Der durch das Unglück entstandene wirtschaftliche Schaden werde auf mehr als 440 Millionen Euro geschätzt, teilte der Katastrophenschutz mit. Knapp 7800 Menschen seien verletzt worden, mehr als 417 000 hätten ihre Häuser und Wohnungen verloren. Das Beben der Stärke 6,9 hatte Lombok am 5. August erschüttert. Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde.
 
 
 

Bund: Regelmäßige Kontrollen für Brücken-Sicherheit

 
Die knapp 40 000 Brücken an Autobahnen und Bundesstraßen in Deutschland werden laut Bundesverkehrsministerium mit regelmäßigen Kontrollen auf ihre Sicherheit überprüft. In einer Art ?Brücken-Tüv? machten Ingenieure jährliche Besichtigungen, alle drei Jahre eine Prüfung und alle sechs Jahre eine größere Hauptprüfung, hieß es. Diese Pflicht gelte auch für Autobahnabschnitte, die von privaten Investoren betrieben werden. In Genua in Italien war gestern eine Autobahnbrücke auf einem etwa 100 Meter langen Stück eingestürzt, mehr als 40 Menschen starben.
 
 
 

Muslimin gewinnt Vorwahl der US-Demokraten in Minnesota

 
Eine muslimische Politikerin somalischer Herkunft hat im US-Bundesstaat Minnesota eine Vorwahl der Demokraten für den Kongress gewonnen. Ilhan Omar hat damit gute Chancen, ins Repräsentantenhaus in Washington einzuziehen. Sie tritt am 6. November gegen die Republikanerin Jennifer Zielinski an - der Bezirk gilt aber als fest in den Händen der Demokraten. Omar und die Demokratin Rashida Tlaib, die in der vergangenen Woche die Vorwahl ihrer Partei in einem Bezirk in Michigan gewann, könnten die ersten Musliminnen im US-Repräsentantenhaus werden.
 
 
 

Verkehrsminister missbilligt Kritik an deutschen Brücken

 
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hält den Vergleich von deutschen und ausländischen Brücken für unpassend. Was in Deutschland als marode oder nicht ausreichend gelte, sei anderswo in einem guten Zustand eingestuft, sagte der CSU-Politiker dem Sender n-tv. Man habe in Deutschland zwar viele Brücken, aber auch ein System, ?den Zustand der Brücken genau zu analysieren mit Schnellprüfungen, aber auch mit ganz, ganz tiefgreifenden Prüfungen.? Die nach dem Brückeneinsturz von Genua aufgekommene Kritik am Zustand auch der Brücken hierzulande bezeichnete Scheuer als ?sehr typisch deutsche Diskussion?.
 
 
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