Bericht: Fast jede zweite geplante Abschiebung abgebrochen

 
In den ersten drei Monaten dieses Jahres ist einem Medienbericht zufolge fast jede zweite geplante Abschiebung in Deutschland abgebrochen worden. Wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf die Bundespolizei berichten, wurden im ersten Quartal 5548 abgelehnte Asylbewerber abgeschoben. Im selben Zeitraum hätten die Behörden 4752 Rückführungen im Vorfeld abbrechen müssen, etwa weil die betreffenden Personen nicht angetroffen worden seien. In 75 Fällen hätten Piloten oder ihre Fluggesellschaften die Beförderung verweigert.
 
 
 

Bericht: Washington erwägt neue Einfuhrzölle auf Autos

 
Die US-Regierung zieht einem Zeitungsbericht nach neue Einfuhrzölle von bis zu 25 Prozent auf Autos in Erwägung. Präsident Donald Trump und seine Administration überlegten, für diese Maßnahme erneut ein Gesetz zur nationalen Sicherheit zu nutzen, schrieb das ?Wall Street Journal?. Trumps Regierung hatte auf diese Weise bereits Zölle auf Aluminium und Stahl verhängt. Nun erwägt sie dem Bericht nach eine Prüfung für importierte Autos, an deren Ende auch hier neue Einfuhrzölle stehen könnten.
 
 
 

Bericht: Mehr als eine Million Anträge auf Rente mit 63

 
Knapp vier Jahre nach Einführung der Rente mit 63 hat die Zahl der Anträge die Millionenmarke übersprungen. Das berichtet die ?Bild?-Zeitung unter Berufung auf Angaben der Deutschen Rentenversicherung. Wer mindestens 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, kann seit Juli 2014 mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen. Allerdings wird diese Altersgrenze seitdem pro Jahr um zwei Monate angehoben, so dass die Jahrgänge ab 1964 erst mit 65 nach 45 Jahren abschlagsfrei in den Ruhestand gehen können.
 
 
 

Fliegerbombe in Dresden bei Entschärfung zum Teil detoniert

 
Bei der Entschärfung einer Fliegerbombe in Dresden ist es zu einer Teildetonation gekommen. Dabei sei nach ersten Erkenntnissen niemand verletzt worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren Explosionen komme. ?Die Gefahr ist noch nicht gebannt?, schrieb die Polizei bei Twitter. Gegen 23.08 Uhr sei es per Fernsteuerung zunächst gelungen, den Zünder aus der Weltkriegsbombe herauszudrehen, erklärte die Polizei. Dann kam es aber zum Funkenflug.
 
 
 

Fly Dubai weist Meldungen über versuchte Flugzeugentführung zurück

 
Die Fluggesellschaft Fly Dubai hat Meldungen über eine versuchte Entführung einer ihrer Maschinen zurückgewiesen. Flug FZ301 sei wegen des Fehlverhaltens eines Passagieres nach dem Start in Richtung Kabul nach Dubai zurückgekehrt, teilte die Airline aus den Vereinigten Arabischen Emiraten mit. Das Flugzeug habe über dem Iran gedreht, hieß es weiter. Der Passagier sei nach der Landung festgenommen worden, der Vorfall werde untersucht. Weitere Details nannte Fly Dubai nicht.
 
 
 

EU einigt sich auf härtere Kontrolle großer Bargeldtransfers

 
Zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung wird es in der EU künftig schärfere Kontrollen großer Bargeldtransfers geben. Nach Angaben der EU-Kommission einigten sich Vertreter der EU-Mitgliedstaaten mit Vertretern des EU-Parlaments auf neue Regeln, die es Kriminellen erschweren sollen, ihre Aktivitäten zu finanzieren. Die Regeln sehen unter anderem vor, dass Behörden bei entsprechenden Verdachtsmomenten schon bei Beträgen unterhalb der Anmeldeschwelle von 10 000 Euro tätig werden können.
 
 
 

Spahn nennt Milliardenprogramm für Pflegekräfte ?ersten Schritt?

 
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat das geplante Sofortprogramm für neue Stellen und bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege gegen Kritik verteidigt. Das sei ein erster wichtiger, aber klarer Schritt, und es werden und müssen weitere folgen, sagte Spahn in der ARD. Ziel sei es, die Pflege wieder zu einem attraktiven Beruf zu machen. Die große Koalition hat sich auf Eckpunkte für ein Sofortprogramm gegen den Personalmangel in der Pflege geeinigt, das zum 1. Januar 2019 in Kraft treten soll.
 
 
 

Medien: Badeverbote auf Mallorca wegen weiterer Quallen

 
Auf Mallorca sind nach der Sichtung hochgiftiger Quallen Medien zufolge Badeverbote im Gebiet der Inselhauptstadt Palma verhängt worden. Rote Flaggen seien an Stränden der Viertel Can Pastilla und Molinar gehisst worden, berichteten Regionalzeitungen. Mindestens zwei lebende Exemplare der äußerst giftigen Quallenart Portugiesische Galeere waren zuvor den Angaben zufolge im Wasser der Bucht von Palma gesichtet worden. Die betroffenen Strände liegen östlich des Hauptstadtzentrums, unweit des ?Ballermann?-Strandes.
 
 
 

Start für Populisten-Regierung in Italien

 
Italien steht vor einem ?historischen? Wandel: Nach einer fast drei Monate langen Hängepartie ist der Weg für die erste Regierung aus Fünf-Sterne-Bewegung und rechtspopulistischer Lega endgültig frei. Staatspräsident Sergio Mattarella gab dem Rechtswissenschaftler Giuseppe Conte den Regierungsauftrag als Ministerpräsident der europakritischen Koalition. Vor allem die geplanten Mehrausgaben der neuen Regierung hatten in Europa und an den Märkten die Alarmglocken schrillen lassen.
 
 
 

Ancelotti erhält Drei-Jahresvertrag beim SSC Neapel

 
Ex-Bayern-Coach Carlo Ancelotti ist neuer Trainer des italienischen Vizemeisters SSC Neapel. Er sei glücklich und stolz, diese Mannschaft einer solch einzigartigen Stadt zu trainieren, sagte Ancelotti in einer Video-Botschaft via Twitter. Zuvor hatte es Ancelotti abgelehnt, die italienische Fußball-Nationalmannschaft zu übernehmen. In Neapel nimmt er den Platz von Maurizio Sarri ein, von dem sich der Verein getrennt hatte. Neapel hatte sich unter Sarri in der Serie A lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Juventus Turin um den Meistertitel geliefert und war schließlich auf Platz zwei gelandet.
 
 
 

Iran-Streit: Maas bei Treffen mit Trump-Berater unnachgiebig

 
Im Streit zwischen der EU und den USA um das iranische Atomabkommen hat sich Bundesaußenminister Heiko Maas bei seinem Antrittsbesuch in Washington unnachgiebig gezeigt. Bei einem Treffen mit dem Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, untermauerte Maas den festen Willen der Europäer, an dem Abkommen festzuhalten. Man wolle keine Verbreitung von Nuklearwaffen in der erweiterten Nachbarschaft und daran habe sich nichts geändert, sagte Maas. Mit den beiden anderen europäischen Vertragsparteien Frankreich und Großbritannien sei er sich in der Sache einig.
 
 
 

Gymnasium bedroht: Zwei Verdächtige festgenommen

 
Nach Drohungen gegen eine Schule im sächsischen Auerbach sind zwei Verdächtige festgenommen worden. Laut Polizei handelt es sich um einen Mann und einen Jugendlichen. Sie seien durch Hinweise sowie die Ermittlungen von IT-Spezialisten auf einer Internetseite, auf der die Drohungen veröffentlicht worden waren, ins Visier der Ermittler geraten. Die Wohnungen der Festgenommenen wurden durchsucht. In welcher Beziehung die beiden Verdächtigen zur bedrohten Schule standen und welche Motive sie gehabt haben könnten, ist noch unklar.
 
 
 

Handelssorgen drücken Dax unter 13 000 Punkte

 
Neu aufgeflammte Befürchtungen im Handelsstreit zwischen den USA und China haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt in die Flucht getrieben. Der Leitindex Dax sackte unter die Marke von 13 000 Punkten und schloss 1,47 Prozent tiefer bei 12 976 Punkten. Der Kurs des Euro gab nach: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1708 US-Dollar fest.
 
 
 

Steine auf A100 geworfen - 14-Jähriger stellt sich

 
Rund eineinhalb Wochen nach Steinwürfen auf Autos auf der Berliner Stadtautobahn hat sich ein Jugendlicher gestellt. Am vergangenen Samstag habe der 14-Jährige die Tat eingeräumt, teilte die Polizei mit. Er blieb auf freiem Fuß. Eine Mordkommission ermittelt weiter in dem Fall. Der Täter soll am Abend des 8. Mai wahrscheinlich von einer Brücke in Schöneberg mehrere kleine Pflastersteine auf den fließenden Verkehr geworfen haben. Ein Stein traf die Windschutzscheibe eines Autofahrers und beschädigte diese stark.
 
 
 

WM-Affäre: Anklage gegen Niersbach, Zwanziger und Schmidt

 
In der Affäre um die Fußball-WM 2006 hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt die drei früheren DFB-Funktionäre Theo Zwanziger, Wolfgang Niersbach und Horst R. Schmidt wegen Steuerhinterziehung angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, den Fiskus bewusst getäuscht und eine falsche Steuererklärung für das WM-Jahr 2006 abgegeben zu haben. Der Deutsche Fußball-Bund musste aus diesem Grund bereits 19,2 Millionen Euro an Steuern nachzahlen. Alle drei weisen die Vorwürfe aber zurück.
 
 
 

Bericht: Deutsche Bank plant massiven Stellenabbau

 
Die Deutsche Bank plant laut einem Medienbericht einen massiven Stellenabbau. Nach Informationen des ?Wall Street Journal? sollen fast 10 000 Jobs gestrichen werden, um die Kosten zu senken. Damit wäre etwa jeder zehnte Mitarbeiter betroffen, schreibt das Blatt. Deutschlands größtes Bankhaus wollte den Bericht nicht kommentieren. Allerdings hatte der neue Bank-Chef Christian Sewing bereits drastische Einschnitte im Investmentbanking angekündigt.
 
 
 

Studie: Soziale Spaltung in deutschen Städten nimmt zu

 
Arme und Reiche leben in deutschen Städten immer seltener Tür an Tür. Besonders ausgeprägt ist die soziale Spaltung in Ostdeutschland, wie es in einer Studie des Berliner Wissenschaftszentrums für Sozialforschung heißt. Dabei wurde die soziale Durchmischung in 74 deutschen Städten für die Jahre 2005 bis 2014 untersucht. In rund 80 Prozent dieser Kommunen habe die räumliche Ballung von Menschen zugenommen, die von staatlichen Sozialleistungen wie Hartz IV lebten.
 
 
 

Bremer Bamf-Außenstelle: Vorerst keine Asylentscheidungen

 
Die Affäre um unrechtmäßige Asylbescheide in Bremen zieht immer weitere Kreise. Bundesinnenminister Horst Seehofer hat der Bremer Außenstelle des Flüchtlingsbundesamtes jetzt bis auf weiteres verboten, über Anträge von Flüchtlingen zu entscheiden. Das Vertrauen in die Qualität der Asylverfahren dort sei massiv geschädigt worden, sagte Seehofer. Deswegen sollen nun andere Außenstellen die Arbeit mit übernehmen. In Bremen sollen zwischen 2013 und 2016 mindestens 1200 Menschen ohne ausreichende rechtliche Grundlage Asyl gewährt bekommen haben.
 
 
 

Drogendelikte stiegen 2017 erneut an

 
Die Zahl der Rauschgiftdelikte in der polizeilichen Kriminalstatistik ist im vergangenen Jahr zum siebten Mal in Folge gestiegen. Der Zugang zu Drogen sei leicht, und Drogenhandel nach wie vor ein lukratives Geschäft, sagte BKA-Präsident Holger Münch. Vor besondere Herausforderungen stellt die Ermittler der Handel im Internet. Insgesamt deckte die Polizei in Deutschland im vergangenen Jahr mehr als 330 000 Fälle von Rauschgiftkriminalität auf - ein Anstieg um 9,2 Prozent im Vergleich zum Jahr davor.
 
 
 

Misshandelter Säugling stirbt an seinen Verletzungen

 
Ein misshandelter Säugling aus Osnabrück ist tot. Der erst wenige Tage alte Junge sei an seinen schweren Verletzungen gestorben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der 24 Jahre alte Vater des Babys sitzt bereits in Untersuchungshaft. Die deutsche Familie des Säuglings hatte in der vergangenen Woche zunächst behauptet, ein fremder Hund habe den Jungen schwer verletzt. Untersuchungen hatten aber gezeigt, dass die Verletzungen nicht von einem Hund stammen. Der Vater hatte dann zugegeben, das Kind geschlagen zu haben.
 
 
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